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zusehen,  bis  die  Predigt  des  Evangeliums  eine  Zeitlang
fortgedauert  habe,  und  wenn  alii  Evangelici  Proceres  communem
  aliquam  ordinationem  edituri  essent.  In  der
Messe  wurde  damals  sogar  noch  der  lateinische  Gesang  in
dieser  Ordnung  beibehalten;  man  gab  auch  den  Rath,  zweimal
  in  der  Woche  sich  des  Fleisches  zu  enthalten,  und  in  den
großen  Fasten  wo  nicht  besiändig,  wenigstens  doch  dreimal.
Auch  major  formula  Exrorcismi  galt  noch.  7)

4553  erschien  unter  Herzog  Christoph  in  Wirtemberg
die  erste;  nicht  zwar  die  ganz  erste  für  Wirtemberg,  denn
schon  Herzog  Ulrich  hatte  nacheinander  verschiedene  Kirchen-Ordnungen
  ergehen  lassen,  aber  in  Rücksicht  auf  die  nachfolgende
  Verfassung  dieser  Kirche  die  erste,  weil  sich  dieselbe  vorzüglich
  auf  die  von  Herzog  Christoph  getroffenen  Veränderungen
gründet.  Die  zweite,  um  sehr  viele  große  Stücke  vermehrte
Ausgabe  ist  von  1559  (in  folio).

Man  sieht,  wenn  man  sich  die  wichtigsten  Kirchen-Ordnungen
  in  einer  guten  Ordnung  zusammensiellt,
folgende  pragmatische  Hauptideen:

a)  Fast  alle  diese  Ordnungen  begreifen  nicht  nur  Kirchen-Ceremonien,
  Rechte  der  Geistlichen  und  der
Laien,  sondern  auch  Lehrartikel.  Fast  eben  so,  wie  in
den  ersten  Zeiten  der  christlichen  Kirche  das  eigentlich  Kirchenrechtliche
  von  dem  bloß  Theologischen  nicht  genugsam  getrennt
  wurde,  fast  eben  so  ging  es  jetzt  bei  der  neuen  Entstehung
  einer  neuen  christlichen  Kirche.  Jetzt  war  es  zwar  nicht,
als  ob  man  die  Grenzen  dieser  Disciplinen  nicht  gekannt
hätte,  wie  ehemals,  sondern  es  war  deßwegen,  weil  die  Kirche

!  Seckendorff  Luc.  L.  III.  pag.  520.