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Umstände  und  die  Verfassungen  einzelner  Gemeinden  erlaubten.
  Kaloins  unermüdeter  Eiser  und  der  thätige  Prosclyten
geist  der  Socinianer  riß  endlich  manche  dieser  Kirchen  aus
der  Verbindung  mit  Wittenberg,  und  es  konnte  um  so  leichter
  geschehen,  da  die  Wirtenbergische  Autorität  durch  die  Jenaischen
  Theologen  sehr  geschwächt  wurde,  und  da  endlich
durch  die  Konkordien-Formel  die  deursche  evangelische
Kirche  von  manchen  bisher  noch  brüderlich  erkannten  Gemeinden
  sich  abriß.  .
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schen  Reichen,  wo  die  Reformation  wenigsiens  in  einiger
Gleichfoͤrmigkeit  mit  der  Wittenbergischen  Reformation  angenommen
  wurde;  aber  das  Feuer  war  in  Deutschland  an
zwei  Orten  auf  Einmal  ausgebrochen.  Wie  Luther  zu
Wittenberg  den  Pabst  stuͤrzte,  so  untergrub  zu  gleicher  Zeit
seine  Herrschaft  ein  edler  Schweizer,  der  uͤberdieß  einen  ganz
andern  Gang  nahm,  in  vielen  Stücken  ganz  andere  Gesinnungen
  hatte,  als  der  Wittenbergische  Reformator.  Zwingel,
  ein  viel  phlegmatischerer  Kopf,  als  Luther,  der  aber  eben
deßwegen  auch,  wenn  er  einmal  entzündet  war,  mit  viel  mehrerem
  und  weiter  greisendem  Eifer  auf  die  Ausführung  seiner
Entwürfe  losging,  als  Luther  —  Zwingel,  ein  freidenkender
Schweizer,  der  in  einer  Staatsverfassung  lebte,  die  ihn  weniger
  genirte,  als  Luther  die  seinige,  gab  der  neuen  Kirche,
die  er  stiftete,  eme  gauz  andere  Einrichtung,  als
Lurher.  Er  verwarf  alles  Alte,  was  er  urgend  für  cinen
Ueberrest  oder  für  eine  künftige  neue  Veranlassung  zur  Rückkehr
  des  alten  Aberglaubens  hielr;  die  Wirteuberger  ließen
stehen,  was  nur  möglicherweise  gelassen  werden  konnte.  Zwingel
  wollte  seiner  Kirche  so  viel  möglich  apostolische  Form  geben;
  die  Partie  Luthers  wollte  zufrirden  seyn,  wenn  sie  es
nur  darauf  wieder  zurückgebrach:  hätte,  wo  es  im  fünften