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halten  und  wechselsweises  Aushelfen  der  Unterdrückten  ist,  sondern
  Verbindung,  sich  den  Despotismus  zu  behaupten  und
den  Andern  zu  unterdrücken,  und  da  vielleicht  keiner  Religion
in  der  Welt  der  Geist.  der  Konfdderation  so  eigen  ist,  als  der
katholischen.  Seit  dem  ersten  Erscheinen  der  Reformation,
und  sobald  es  sich  zeigte,  daß  die  Wittenbergische  Revolution
keine  so  vorübergehende  Sache  sey,  wie  die  Böhmische,  traten
die  Fürsien  der  alten  Partie  von  Zeit  zu  Zeit  in  Verbindungen,
  deren  Absicht  nicht  allein  Behauptung  ihrer  Rechte
war,  sondern  gänzliche  Ausrottung  der  übrigen.  Die  bekannte
Geschichte  Ottens  von  Pack,  so  wenig  sie  ganz  aufgeklärt  worden
  ist,  scheint  doch  nicht  ganz  blinder  Lärmen  gewesen  zu
seyn,  und  was  auch  hier  nicht  vollig  zu  Tage  gekommen  ist,
das  zeigte  sich  doch  in  der  Geschichte  der  heiligen  Ligue.
Eine  Allianz,  die  besonders  wegen  ihres  Hauptes,  des  Kurfürsten
(oder  damals  noch  Herzogs)  Maximilian  von  Bayern,  sehr
furchtbar  war,  an  der  der  Kaiser  selbst  innigsten  Antheil  nahm.
Und  hierin  liegt  auch  die  Hauptursache,  warum  die  Katholiken
  nicht  einmal  eine  solche  Verbindung  nöthig  hätten.  Eine
Martie  im  Staate,  die  zum  voraus  versichert  seyn  kann,  daß
der  Regent  selbst  ihren  Rechten  bei  allen  Gelegenheiten  den
höchsten  Grad  von  Gültigkeit  gibt,  hat  gewiß  nicht  nöthig,
durch  besondere  Verbindung  für  die  Behauptung  ihrer  Rechte
zu  wachen,  und  wenn  man  noch  dabei  bedenkt,  wie  sehr  schon
in  jedem  einzelnen  Gliede  der  katholischen  Kirche  ein  gewisser
Geist  des  Proselytismus  rege  ist,  wenn  man  in  der  Geschichte
nachsieht,  welcher  Künste  sie  sich  bedient  haben,  um  besonders
große  Herren  auf  ihre  Seite  zu  ziehen  und  die  armen  Seelen
  der  ketzerischen  Fürsten  zu  gewinnen:  so  sieht  man,  wie
wenig  hier  eine  Verbindung  des  Ganzen  nothwendig  ist,
um  die  Gemüther  der  Einzelnen  immer  in  Thätigkeit  zu  erhalten.
