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nur  immer  mehr  in  einander  verwachsen,  nur  immer  unzerstörlicher
  geworden  wäre.  Ich  kann  mit  gutem  Grunde  sagen,
unsre  Väter  haben's  nicht  gethan;  wir  haben  noch  keine
Kirchengeschichte  Deutschlands,  denn  die  Versuche,  welche  wir
wirklich  haben,  verdienen  kaum  hier  angeführt  zu  werden.
Calles,  ein  Wienerischer  Jesuit,  fing  annales  ecclesiasticos
Germaniee  an:  er  kam  in  vier  Folianten  kaum  bis  zu  Otto  III.
Man  muß  sich  wundern,  wenn  man  das  Werk  nicht  selbst
gelesen,  wie  der  Verfasser  in  diesem  Zeitraume  für  vier  Folianten
  Stoff  finden  konnte:  man  muh  vermuthen,  vielleicht
binter  jedem  Band  eine  ansehnliche  auserlesene  Urkundensammlung
  anzutreffen,  vielleicht  auch  im  Werk  selbst  weitläufige
kritische  Untersuchungen,  mühsame  Widerlegungen  alter  tiefeingewurzelter
  Vorurtheile,  die  sich  auf  unerwiesene  Erzählungen
  gründen:  aber  statt  alles  dessen,  wodurch  eine  solche
Weitläufigkei  lehrreich,  und  wo  nicht  immer  zweckmäßig,
doch  interessant  geworden  wäre,  erzählr  der  Verfasser  in  einem
artigen  Latein  oft  ganze  Bücher  hindurch  lauter  Sachen,  die
gar  nicht  in  eine  Kirchengeschichte  Deutschlands  gehdren,  z.  B.
Schicksale  des  Varus,  Feldzüge  des  Germanicus  und  Drusus
#c.  2cc.  Und  wenn  er  auf  eigentliche  Gegenstände  der  Kirchenbistorie
  kommt,  so  ist  er  oft  mangelhaft,  und  stößt  das  Licht
oft  muthwillig  hinweg,  das  Hontheim  und  Andere  aufgesteckt
hatten.  Da  es  also  diesem  Annalisten  so  sehr  auch  nur  an  den
ersten  Eigenschaften  eines  guten  Annalisten  fehlte,  so  brauche
ich  nicht  zu  erinnern,  wie  sehr  er  den  bereitliegenden  Vorrath
der  mannichfaltigsten  Diplome  zu  gebrauchen  vernachläßigte,
nissen  sehlte,  um  auf  jede  Spur  der  neuen  Bildung  unsrer
katholischen  Kirchenverfassung  acht  zu  haben,  wie  oft  sich  der
Jesuit  im  ganzen  Ton  der  Erzählung  hören  ließ.  Hausiz,
auch  ein  Jesuit,  fing  eine  Germania  sacra  an;  aber  der