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erste  Tom  enthält  nichts  als  von  dem  alten  Metropolitansitze
zu  Lorch,  welcher  in  ber  Folge  nach  Passau  verlegt  wurde:
der  zweite  Tom  handelt  von  Salzburg:  was  vom  dritten
berauskam,  betraf  Regensburg.  Man  süieht  schon  hieraus,
wie  wenig  also  dieses  Werk  etwas  Ganzes  liefert  und  zu  den
vollendeten  gezählt  werden  kann:  und  überdieß  hat  es  noch
manche  Fehler  mit  dem  vorhergehenden  gemein,  sein  Verfasser
hat  die  Gabe  der  strengern  historischen  Kritik  bei  weitem  nicht
in  dem  Maße,  wie  sie  doch  bei  einem  solchen  Werk  erfordert
wird;  auch  die  ganze  Art  des  Vortrags  hätte  manchmal  an
Ordnung,  Bestimmtheit  und  Deutlichkeit  gewinnen  können.
Außer  diesen  zwei  Werken  ist  mir  von  neueren  Zeiten
keines  bekannt,  das  sich  nach  seinem  Entwurf  über  ganz
Deutschland  erstrecken  sollte.  Des  viel  ältern  Bucelin  und
Bruschius  mag  ich  nicht  gedenken:  wer  auch  nur  einige
Schriften  von  diesen  beiden  so  fruchtbaren  Schriftstellern  gesehen
hat,  kann  leicht  vermuthen,  was  Tugenden  und  Fehler  derjenigen
  ihrer  Werke  seyen,  welche  zunächst  hieher  gehören;  wie
man  zwar  viel  bei  ihnen  gesammelt  antrifft,  aber  das  Wenigste
beurkundet  gesammelt,  Wahres  mit  Unrichtigem  so  vermengt,
daß  man  kein  Mittel  hat,  es  zu  sondern.  Zwar  kam  auch
zu  Brüssel  im  Jahr  1724  in  zwei  Bänden  in  Oktav  eine
franzdsisch  geschriebene  Kirchengeschichte  von  Deutschland  heraus,
  wo  von  der  Errichtung,  dem  Fortgang,  dem  alten  und
neuen  Zustande  der  Erzbisthümer  und  Bisthümer  gehandelt
ist:  aber  der  Verfasser  hat  nicht  allein  schon  die  Hauptidee
einer  Kirchengeschichte  Deutschlands  vetfehlt,  denn  so  wenig
aus  einer  Erzählung  der  Geschichte  aller  einzelnen  deutschen
Häuser  eine  Reichsgeschichte  entsteht,  so  wenig  wird  aus  einer
Erzählung  der  Historie  aller  einzelnen  Bisthümer  Deutschlands
eine  Kirchengeschichte  Deutschlands:  sondern  es  sind  auch  die
wenigsten  Bisthümer  Deutschlands  darin  beschrieben,  und