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Menge,  aus  dem  wirklich  noch  beträchtlich  großen  Haufen
das  wahrhaftig  Brauchbare,  das  Ungezweifelte  und  allgemein
Interessante  zu  wählen  anfängt.

Man  hat  besonders  bei  den  ältesten  Urkunden  unserer
deutschen  Stifter,  bei  ihren  ältesien  Privilegien  und  Schenkungsbriefen
  bei  weitem  noch  nicht  genug  diplomatische  und
bistorische  Kritik  gebraucht,  und  zu  viel  auf  Treue  und  Glauben
  angenommen,  was  einmal  in  großen  und  sonst  brauchbaren
  Sammlungen  abgedruckt  war:  oder,  hätte  wenigstens
nur  dasjenige,  was  oft  in  Deduktionen  des  Gegeutheils  erinnert
  worden,  eben  so  in  Umlauf  gebracht  werden  sollen,  eben
so  häufig  zugleich  angemerkt  werden  sollen,  damit  der  Geschichtschreiber,
  der  sich  bei  seiner  Ausarbeitung  nichr  erst  die  Mühe  der
einzelusten  Untersuchungen  und  Berichtigungen  nehmen  kann,
sogleich  bei  jeder  Urkunde  hätte  wissen  können,  sie  ist  richtig,
sie  ist  zweifelhaft,  sie  ist  unecht.  Wie  sehr  verliert  z.  B.
Schannat  in  seiner  Geschichte  des  Bisthums  Worms,  wenn
man  mit  seinen  Nachrichten  und  Urkunden  die  Erinnerungen
und  Urkunden  vergleicht,  welche  Moriz  in  seinem  Buch  vom
Ursprung  der  Reichsstädte  gemacht  hat  und  abdrucken  ließ;
und  wenn  schon  Moriz  öfters  den  Advokaten  seiner  Reichsstadt
  allzuviel  zu  machen  scheint,  wenn  schon  manche  seiner
Einwendungen  mehr  gegen  die  juridische  Gültigkeit,  als  gegen
die  Aechtheit  der  Schannatischen  Urkunden  gehen,  so  sieht  man
doch  nur  zu  deutlich,  daß  Schannats  historische  Treue  an
manchen  Orten  höochst  verdächrig  sey,  und  daß  er  mehr  den
hillorischen  Vertheidiger  der  vermeinten  Rechte  des  Bischofs.
zu  Worms  gemacht  habe,  als  den  unparteiischen  Geschichtschreiber.
  So  sollte  man  selbst  die  vortreffliche  diplomatische
Geschichte  des  Herrn  von  Hontheim  nicht  anders  brauchen,
  als  nach  sorgfältiger  Vergleichung  der  Kpriandrischen
Annalen,  nicht  als  ob  sich  vermuthen  ließe,  Herr  von  Hontheim
  gehdre  mit  Schannat  in  eine  Klasse,  sondern  weil  es