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Glaubwuͤrdigkeit  zu  ordnen,  den  Plagiarius  erst  von  dem  echten
  Zeugen  unterscheiden,  bei  jeder  einzelnen  Chronik  bemerken,
  wo  sie  vielleicht  aufhört,  bloß  aus  andern  ausgeschrieben
zu  seyn,  wo  der.  Verfasser  nach  seinen  äußern  Umständen  wahrscheinlich
  Gelegenheit  hatte,  die  Wahrheit  genauer  zu  erfahren,
  und  weniger  Versuchung,  derselben  untreu  zu  werden.
Doch  ich  sehe  diese  Arbeit  so  bei  weitem  als  die  schwerste  unter
  allen  an,  und  sie  selbst  erforderte  noch  so  viele  vorläufige
Untersuchungen,  daß  sie  wohl  ein  frommer  Wunsch  bleiben
wird,  und  zum  Glück  für  unsre  deutsche  Kirchengeschichte  kann
sie  auch  ohne  Ausführung  dieser  kritischen  Idee  einen  merklichen
  Grad  der  Vollkommenheit  erreichen:  sie  kann  fast  einzig
auf  Urkunden  gebaut  werden,  und  das,  wie  Jedem  aus  der
Natur  der  Sache  selbst  sogleich  erhellen  wird,  viel  vollständiger
als  die  Staatsgeschichte  des  deutschen  Reichs.

2)  In  Ansehung  der  päbsilichen  Schreiben,  welche
in  Angelegenheiten  der  deutschen  Kirche  ergangen  sind,  geht
mein  Wunsch  noch  weiter,  als  nur  dahin,  daß  sie  in  das
oben  vorgeschlagene  chronologische  und  Realregister  vollständig
eingetragen  würden:  ihr  Gebrauch,  von  welchem  doch  so  viel
abhängt,  ohne  welchen  man  sich  doch  von  der  kirchlichen
Sklaverei  und  Freiheit  Deurschlands  keinen  Begriff  machen
kann,  oder  sich  wenigstens  diesen  Begriff  nicht  mit  historischer
Evidenz  entwickeln  kann,  dieser  schnelle,  oft  erst  alsdann  glückliche
  Gebrauch  derselben,  wenn  man  eine  ganze  Reihe  ungehindert
  mit  einem  Blick  übersehen  kann,  wird  durch  das
bloße  Eintragen  in  ein  solches  Verzeichniß  bei  weitem  nicht
genug  befördert.  Aber  durch  ein  Bullarium  Germaniæ  würden
  alle  Absichten,  welche  der  Geschichtschreiber  der  Kirche
Deutschlands  in  Ansehung  dersekben  haben  könnte,  auf  das
leichteste  erfüllt.  Wir  baben's  Herrn  Harzheim  wenig  Dank,
daß  er  in  seine  Konciliensammlung  so  viele  päbsiliche  Schreiben