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Hiemit  waͤren  zehn  Folianten  abgefertigt,  und  es  wird
ziemlich  uͤberzeugend  gemacht  worden  seyn,  daß  wir  mit  dieser
  zehn  Folianten  starken  Sammlung  nur  um  ein  gar  Weniges
gewonnen  haben,  nicht  einmal  mit  Zuverlaͤßigkeit  so  viel  gewonnen,
  daß  den  kuͤnftigen  Konciliensammlern  Deutschlands
die  Mühe  erspart  wäre,  die  Werke  noch  einmal  durchzugehen,
aus  welchen  schon  Harzheim  und  seine  Nachfolger  ercerpirt
baben.  Welche  Vollkommenheit  hätte  ein  Werk  dieser  Art  erbalren
  konnen,  wenn  unter  Walchs  Aufsicht  ein  paar  junge
Sekulargeisiliche,  denen  die  Archive  geöffnet  worden  wären,
welche  für  ein  solches  Werk  nach  Art  der  französischen  Benediktiner
  eigene  Reisen  unternommen  hätten,  dieser  Arbeit  sich
unterzogen  haben  würden.  Unter  allen  Gelehrten  Deutschlands
wäre  Walch  der  einzige,  welcher  der  Generaldirebtion  eines  solchen
  Werks  gewachsen  wäre;  auch  darin  weit  eher  als  Semler
  der  Mann  zur  Aufsicht  bei  einem  solchen  Werk,  weil  er
es  weit  eher  als  Semler  von  sich  erhalten  könnte,  nicht  überall
Deklamationen  gegen  Pabst  und  Papocäsarie  beizusügen,  sondern
  dem  Leser  selbst  überließe,  zu  sehen,  wozu  er  ohnedieß
nur  gesunde  Augen  braucht.  Bloßk  kritische,  amigquarische  und
historische  Punkte  müßten  in  den  Anmerkungen  und  Digressionen
  erläutert  werden:  alles  Dogmatisiren,  es  sey  für  oder
gegen  die  Wahrheit,  ist  zweckwidrig,  und  bringt  oft  das
Werk  aus  den  Händen  eines  Manchen,  der,  wenn  er  unvermerkter
  zur  Wahrheit  geführt  worden  wäre,  wenn  man  ihn
selbst  die  Wahrheit  hätte  finden  lassen,  zur  Ausbreitung  und
Vertheidigung  derselben  viel  geholfen  haben  würde.  Moͤchte
es  nicht  abschreckend  für  die  Mäcene  seyn,  Werke  dieser  Art
zu  unterstützen,  da  es  hier  der  großmüthigen  Unterstützung
des  Herrn  Erzbischofs  von  Prag  in  der  Wahl  ihrer  Günstlinge
so  sehr  mißlungen  ist!