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Conciliums  uͤber  den  Pabst  nicht  nur  durch  Dekrete,  sondern
auch  durch  die  auffallendsten  Handlungen.  Alle  Reservationen
der  Pfruͤnden  wurden  aufgehoben,  einige  Mißbraͤuche  des  Interdikts
  und  die  zweifachen  Appellationen  wurden  abgeschafft,
die  Annaten  und  andere  Kontributionsgelder,  welche  die  Paͤbste
bisher  gezogen  hatten,  wurden  verboten.  Unter  Kaiser  Albrechts
Anführung  benutzte  Deutschland  diese  gönstigen  Umstände.
Beide  Partien,  sowohl  Eugen  als  das  Concilium,  gaben
sich  alle  Mühe,  den  Beitritt  der  deutschen  Nation  zu  gewinnen,
  beide  sollicitirtei  beständig  durch  Gesandte,  und  die
Spyuode  machte  einen  Schluß  nach  dem  andern,  bei  welchen
sie  den  Beifall  der  schon  so  lange  nach  Hülfe  sich  sehnenden
Deutschen  zuversichtlich  hoffte.  Für  Eugen  lag  Alles  auf  dem
Spiel,  wenn  der  Kaiser  mit  den  Ständen  seinem  Gegenpabst
sich  unterwerfen  würde,  und  aus  Begierde,  die  dreifache  Krone
zu  behaupten,  ließ  er  sich  Alles  gefallen.  In  Deutschland
aber  war  man  eben  so  wenig  als  in  den  übrigen  curopäischen
Reichen  geneigt,  den  zu  Basel  gewählten  Felir  als  Pabst  zu
erkennen,  weil  man  sich  in  der  lebhaften  Erinnerung  an  das
kaum  vor  Kurzem  gehobene  Schisma  vor  der  Wiederkehr  solcher
  Zeiten  allgemein  fürchtete.  Albert  wußte  demnach  von
beiden,  sowohl  von  den  Schlüssen  der  Basel'schen  Väter  als
von  Eugens  Vereitwilligkeit,  allen  Nutzen  zu  ziehen.  Auf
dem  Reichstag  zu  Mainz  1439  werden  obige  Basel'sche  Schlüsse
angenommen,  und  es  wird  dem  Pabsi  Eugen,  wenn  er  Deutschlands
  Pabst  seyn  wolle,  zur  Bedingung  gemacht,  daß  er  diese
Annehmung  gur  heiße.  Wegen  der  öbrigen  Beschwerden  der
deutschen  Nation  muß  Eugen  versprechen,  innerhalb  zehn
Monaten  auf  einer  G  lkirch  sammlung  sie  abzuthun.

Mit  der  Annahme  der  Baseler  Deiraee  waren  also  auch  alle
Annaten  abgeschaffft.  Das  war  dem  Erzbischof  von  Mainz
und  manchen  andern  deutschen  Bischöfen  sehr  unangenehm,