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rologiums  kein  Wort!  Kein  Wort  davon,  warum  bei  allen
solchen  Revisionen  und  Korrektioneen,  welche  der  paͤbstliche  Hof
veranstaltet,  weit  das  nicht  herauskommt,  was  man  bei  dem
Aufwand  so  vieler  Zeit  und  Kosten  erwarten  sollte.  Auch  der
schoͤnen  Erfindung  mit  den  privilegirten  Altären  wird  gar
nicht  gedacht.  Das  Unbesiimmtc,  oft  in  scheinbaren  Kleinigkeiten
  Unrichtige  des  ganzen  hisiorischen  Vortrags  verräth  bei
vielen  unserer  heutigen  Historiker  gar  zu  deutlich,  wie  wenig
sie  sich  durch  ein  mit  vieljährigem  Fleiß  fortgesetztes  Quellen-Studium
  gebildet  haben.  Fast  scheint  es  uns  Undank  des
Herrn  Verfassers,  daß  die  Walchische  Historie  der  Paͤbste,  welche
ihm  doch  so  sichtbar  gute  Dienste  leistete,  in  den  Anmerkungen
  oder  in  der  Vorrede  nicht  einmal  genannt  worden  ist.

4.  )  Von
Florez  España  sagrada
haben  wir  nun  dreißig  Theile,  und  da  jetzt  das  Werk  nach  Florez
Tode  einem  andern  Schriftsteller,  dem  Augustiner  Risco,  unter
die  Hände  fiel,  so  muß  sich  bald  zeigen,  wie  weit  dieser  entweder
seinen  Vorgänger  hinter  sich  laͤßt,  oder  von  demselben  übertroffen
  wird.  Schon  den  neunundzwanzigsten  Theil  gab  Risco
als  ein  hinterlassenes  Werk  von  dem  Yater  Florez  heraus,
und  der  dreißigste  Theil,  welcher  im  Jahre  1775  erschien,
ist  ganz  seine  eigene  Arbeit.  Man  darf  den  Plan  dieser  Hispania
  sacra  nicht  nach  der  großen  Gallia  christiana  oder
etwa  nach  Whartons  Anglia  sacra  beurtheilen;  auch  mit  dem
bekannten  Werke  von  Ughelli  läßt  sie  sich  nicht  vergleichen,
denn  sie  ist,  nach  einiger  Rücksicht,  viel  umfassender  als  diese,
und  nach  andern  Seiten  betrachtet,  weit  nicht  das  vollständige,
  an  Urkunden  so  reichhaltige  Werk,  als  jene  Sammlungen

Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  1780.  St.  36.