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zu  machen.  Sehr  richtig  wird  auch  hin  und  wieder  darauf
aufmerksam  gemacht,  wie  wenig  wir  noch  eine  planmäßig
veranstaltete  Konciliensammlung  haben.  S.  325  setzt  wohl  der
Herr  Verfasser  schon  gar  zu  gut  unterrichtete  Leser  voraus,  daß
er  sich  bei  Erklärung  der  Pönitentialien  so  wenig  aufhielt.
Das  S.  327  angeführte  poenitentiale  romanum  ist,  wie  man
bei  Vergleichung  des  Stuͤcks  selbst  siehr,  bloß  eine  Kompilation,
  in  welcher  auch  Vieles  ex  poenitentiali  Eccl.  Rom.
steht.  Zu  den  Werken  des  Halitgarius  gehört  es  gar  nicht,
denn  es  kommen  sehr  viele  Verordnungen  der  Päbste  des  elften
  und  zwolften  Jahrhunderts  darin  vor.  Die  Beschreibung
unserer  großen  Koncilien-Kollektionen  hat  bei  aller  Kürze  eine
kritische  Treue,  welche  ganz  von  eigener  Einsicht  zeugt.  Bei  der
Geschichte  der  Nicäischen  Synode  faßte  der  Verfasser
Alles  zusammen,  was,  ohne  sich  in  polemische  Hypothesen  zu
verwirren,  zuverläßig  davon  gesagt  werden  konnte.  Die  hier
excerpirten  Urkunden  sind  das  bekannte  Schreiben  des  Bischofs
Alexander:  das  symbolum  und  die  canones  ganz  übersetzt;
die  Schrift  des  Gelasius  von  Cyzikum  zweckmäßig  abgekürzt.
Anstatt  Stellen  auszuzeichnen,  wo  der  Herr  Verfasser  den  wahren
  Sinn  der  Urkunde  gläöcklich  getroffen  hat,  deren  ohnedieß
jeder  der  Sache  kundige  Leser  mehrere  sogleich  finden  wird,  sügen
wir  einige  Anmerkungen  bei,  welche  vielleicht  ein  kleiner  Beitrag
  zu  den  Erläuterungen  des  Herrn  Verfassers  sind.  S.  380
scheint  Herr  Fuchs  das  Leoronov  für  eine  in  den  Tert  aufgenommene
  Glosse  zu  halten,  weil  der  Ausdruck  sonst  nicht  so
früh  gefunden  werde.  Bei  Athanasius  aber  findet  sich  der
Ausdruck  schon  häufig,  und  Aegypten  ist  ja  gleichsam  das
Paterland  desselben,  Alerandrien  sein  Schutzort,  sollte  er  also
in  dem  Schreiben  eines  alerandrinischen  Bischofs  unerwartet
seyn?  Könnte  man  überhaupt  nicht  jede  erste  Spur  eines
solchen  dogmatischen  Ausdrucks  auf  diese  Art  vertilgen,