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7.  8)  Der  sich  immer  gleiche  Fortgang  der
Schrökh'schen  Kirchengeschichte,
wovon  wir  den  sechsten  Theil  vor  uns  haben,  muß  dem
Publikum  um  so  angenehmer  seyn,  da  das  Cotta'sche  Werk,
welches  zu  gleicher  Zeit  mit  diesem  anfing,  nun  wahrscheinlich
wegen  des  Todes  des  Verfassers  nicht  weiter  fortgesetzt  werden
wird.  Die  Schicksale  der  Kirche  unter  den  Söhnen  Konstantins
  und  unter  Julian,  und  besonders  die  großen-Erschütterungen,
  welche  der  Homousianismus
nebst  den  ihm  entgegengesetzten  Vorstellungsarten  machte,  werden
  getreu  und  umständlich  erzählt,  und  nehmen,  wie  billig,
den  großten  Theil  dieses  Bandes  ein,  da  die  übrigen  Streitigkeiten
  dieser  Periode  weder  in  ihren  Veraulassungen,  noch
in  ihren  ausgebreiteten  Folgen  gleich  interessant  sind.  Vei
dem  Zweifel,  der  S.  265,  um  die  Wahrscheinlichkeit  ciner
neueren  kritischen  Bemerkung  zu  schwächen,  gemacht  wird,
scheinen  folgende  bemerkungswürdige  Umstände  übersehen  worden
  zu  seyn.  Daß  Dionysius  sehr  eifrig  für  die  partikuläre
roͤmische  Dogmatik  gewesen  sey,  wird  durch  die  Bemerkungen
widerlegt,  welche  schon  Herr  Konsistorialrath  Walch  in  der
Geschichte  der  Streitigkeit  der  Sehtbischen  Mönche  gemacht
hat.  Und  sollte  es  alsdann  wohl  wahrscheinlich  seyn,  daß  ein
Mann,  der  sich  in  einer  damals  gährenden  dogmatischen
Streitigkeit  gegen  die  Meinung  des  roͤmischen  Vischofs  erklärte,
  in  einem  andern  Punkt,  der  damals  nicht  einmal  zur
Kirchen-Orthodorie  gehoͤrte,  aus  einer  vermeinten  Gefälligkeit
gegen  die  rômischen  Kirchengewohnheiten  die  angesehensten  Kirchengesetze
  verfälscht  haben  sollte?  Um  der  Stelle  willen  im
Schreiben  des  Innocentius  hätte  er  es  am  allerwenigsten  thun
sollen,  denn  das  ältere  Gesetz  wäre  ja  ohnedieß  durch  das

*)  Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  1780.  Zugabe  St.  26.