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Geschichte  Karls  des  Fünften  noch  lebhaft  neu  ist,  der  findet
  hier  zwar  in  Rücksicht  auf  europaͤische  Geschichte  wenig
Neues,  aber  doch  wird  man  öfters  durch  die  Anzeige  mancher
feinen-  Ercerpte  aus  Dufresne  Glossarium  belohnt,  und  die
Schilderung  der  vorläufigen  Revolutionen  Asiens  bleibt  ganz
eigenes  Verdienst  des  Verfassers.  Wir  geben,  nur  einzelne
Proben,  weil  wir  uns  bei  der  norhwendigen  Kürze  dieser
Blätter  auch  auf  eine  noch  so  summarische  Darstellung  des
Ganzen  dieser  zwei  ersten  Bände  gar  nicht  einlassen  können.

Im  ersten  Tomus  ist  auf  143  Seiten  eine  kritische  Recension
  aller  der  Geschichtschreiber  und  Chroniken,  welche  man
für  die  Periode  der  Kreuzzüge  benutzen  kann.  Der  Verfasser
läßt  sich  zwar  meistens  durch  die  Histoire  littéraire  de  la
France  leiten,  gewiß  den  sichersten.  Führer,  den  er  haben
konnte,  aber  man  sieht  doch  besonders  auch  in  seinen  Urtheilen
  über  neuere  Schristen,  daß  er  aus  eigener  Einsicht  urtheilt
  und  die  Fehler  derselhen  eben  so  unparteüsch  als  bescheiden
  anzeigt.  (Schöpflins  Abhandlung-  de  sacris  Galliae
Regum  in  Orientem  expeditionibus  und  manche  in  deutschen
Sammlungen  vorkommende  Aktenstücke  scheinen  dem  Verfasser
  nicht  bekannt  gewesen  zu  seyn.)  Den  jämmerlichen  Zustand
  des  Byzantinischen  Kaiserthums  findet  man  S.  30  ff.
nicht  bloß  durch  Beschreibungen,  sondern  durch  ein  paar  recht
treffende  Anekdoten  kenntlich  gemacht,  die  oft  durch  Parallel=Begebenheiten
  aus  der  neueren  Geschichte  kleiner  asiatischer
Despoten  erläutert  werden.  Wie  Kaiser  Basilius  denjenigen
hinrichten  ließ,  der  ihm  auf  der  Jagd  das  Leben  rettete,  weil
er  gegen  den  Kaiser  das  Schwert  gezückt  habe,  so  ließ  im  vorigen
  Jahrhundert  ein  König  von  Mandoa  dem  Sklaven  die
Hände  abhauen,  der  ihn,  da  et  eben  ertrinken  wollte,  bei  den
Haaren  aus  dem  Wasser  herauszog:  der  Bösewicht  habe  die
Hand  an  das  Haupt  seines  Herrn  gelegt.  Nirgends  in  der