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Ausfuͤhrung  des  Geluͤbdes;  die  Koͤnigin  schenkte  ihm  zur  Dankbarkeit
  bei  seiner  Rückkunft  den  Adel.

Viel  vorzüglicher,  als  die  zwei  ersteren  Bände,  scheinen
uns  in  mannichfaltiger  Rücksicht  der  dritte  und  vierte.
Die  Geschichte  des  ersten  Kreuzzugs  (denn  der  letzte  Theil
schließt  sich  mit  dem  Tode  Gottfrieds  von  Bouillon)  wird
hier  mit  allen  seinen  Veranlassungen  auf  das  umstäudlichste
beschrieben,  die  Charaktere  des  sanatischen  Petrus  Eremita,
des  redlich  großen  Gottfried,  des  arglistigen  Boemund  und
des  niederträchtig  falschen  Kaisers  Alerius  werden  nicht  nur,
wie  sonst  die  nicht  immer  löbliche  Weise  der  Nation  des  Verfassers
  ist,  mit  vielem  Reichthum  des  Ausdrucks  entworfen,
sondern  auch  durch  gurgetroffene  Stellung  und  Erzählung  ihrer
  Thaten  entwickelt.  Oft  scheint  es  zwar,  der  Geschichtschreiber
  habe  sich  von  Tasso's  Geist  beleben  lassen;  aber
manche  solcher  Stellen  haben  wir  doch  bisweilen  woͤrtlich
in  den  Erzählungen  der  Alten  selbst  gefunden.  In  der  Art,
wie  die  Geschichte  der  verschiedenen  Heere,  welche  zu  diesem
Kreuzzug  aus  Deutschland  und  Frankreich  auszogen,  aneinander
  gesügt  wird,  herrscht  viele  historische  Kunst,  welche  dieser
sonst  so  verworrenen  Sache  Evidenz  und  Anmuth  gibt.  Der
Eremit  Peter  (nach  des  Verfassers  Untersuchungen  scheint
man  den  Namen  des  Mannes  noch  nicht  einmal  recht  zu
wissen)  war  schon  als  Jüngling  mit  Gottfried  von  Bouillon
sehr  wohl  bekannt.  Wahrscheinlich  ein  Umstand,  der  viel  zu
den  nachfolgenden  Geschichten  beitrug.  Peter  erfuhr  alle  Abwechselungen
  der  menschlichen  Gefinnungen  gegen  ihn,  wie  sie
vielleicht  noch  kein  Parteianführer  so  bitter  gekostet  hat.  Wie
er  vor  den  Synoden  zu  Piacenza  und  Clermont  überall  herumreiste,
  um  die  Gemöther  zu  der  päbstlichen  Proposttion
vorzubereiten,  trieb  man  die  Verehrung  so  weit,  daß  man
dem  Esel,  auf  welchem  er  ritk,  die  Haare  als  heilige  Reliquien