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die  Missiona  rien  nicht  die  geringste  Veranlassung  dazu  geben
möchren.  Eine  solche  Vorsicht  scheint  um  so  nothwendiger  zu
sepn,  da  meistens  der  dritte  Theil  der  Neubekehrten  Proselyten
  aus  der  katholischen  Kuche  sind.  Es  muß  also  die  Erbitterung
  des  katholischen  Theils  ohnehin  schon  stark  genug
entzünden,  wenn  ihm  so.  viele  Seelen  verloren  gehen.  S.  425
stellr  der  Missionarius  den  Grundsatz  auf,  daß  eine  Verheirathung,
  ohne  priesterliche  Einseghung,  wider  Gottes  Wort
und  Sünde  sey.  Eben  dehwegen  werden  auch  ein  paar  solcher
  Personen  nicht  in  die  Kirche  aufgenommen,  ungeachtet
sie  es  sehnlichst  verlangten.  Vielleicht  nur,  daß  der  Fall  hier
nicht  deutlich  genug  vorgetragen  ist,  denn  sonst  wäre  doch
gewiß  hier  Menschengebot  für  Gottesgebot  ausgegeben  worden.

Als  gewöhnlicher  Einwurf  der  Bramanen  wird  beständig
angeführt,  man  sollte  ihnen  den  Gott  der  Chrisien  sichtbar
zeigen,  oder  sie  wollten  mit  ihrem  Bekenntniß  zum  Chrisienthum
  warten,  bis  ihnen  Gott  den  Willen  dazu  schenke.  Ein
einziger  derselben  versichert,  daß  ihn  am  wirklichen  Uebertritr
gar  nichts  hindere,  als  die  Lehre  vom  heiligen  Abendmahl.
Er  war  nicht  beruhigr,  als  bis  man  ihn  versicherte,  es  sey
Alles  nur  geistlich  zu  versiehen.  Wir  schließen  aus  diesem
Beispiel  mit  vicler  Wabrscheinlichkeir,  und  könnten  es  sehr
leicht  aus  noch  mehrern  Stellen  dieser  vier  Stücke  beweisen,
daß  die  ganze  Religionsgeschichte,  besonders  in  Rücksicht  auf
ihre  philosophische  Behandlung,  durch  diese  Relarionen  sehr
viel  gewinnen  könnte,  wenn  solche  Einwürse  der  Vramanen
nicht  bloß  in  einer  allgemeinen  Anzeige  bingeworfen,  sondern
etwa  mit  eben  der  Umsländlichkeit  erzählt  würden,  mit  welcher
der  Misssonarius  dieselben  wird  gehört  haben.