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berrscht  die  trefflichste,  ungesuchtesie  historische  Kunst,  und  den
wahren,  allein  echten  Erzählungston  hat  unter  allen  deutschen
Historikern  noch  keiner,  wie  uns  scheint,  so  glücklich  getroffen,
als  dieser  Verfasser.  Der  Titel  zeigt  schon  den  ganzen  Plan
des  Buchs,  aber  dieser  erste  Theil  darf  noch  nicht  im  Verhältniß
  gegen  den  gewählten  Titel  beurtheilt  werden;  erst
mußte  in  diesem  Bande  der  Leser  auf  die  Stelle  hingeführt
werden,  von  wo  aus  er  die  ganze  vor  und  hinter  sich  liegende
Gegend  elnigermaßen  übersehen  kann,  um  desto  sicherer  und
angenehmer  durch  manche  oft  labyrinthisch  scheinende  Pfade
sich  weiter  fortleiten  zu  lassen.  Oft  war  deßwegen  in  diesem
Theil  eine  gewisse  beredte  Ausführlichkeit  norhwendig,  und  die
Geschichte  geht  nur  bis  auf  den  Reichstag  zu  Worms  im  Jabr
4521.  Gleich  in  der  Schilderung  der  Lage,  in  welcher  sich
Wissenschaften,  und  besonders  Dogmatik,  zu  Anfang  des
sechzehnten  Jahrhunderts  befanden,  wird  man  manche  herrliche
  Bemerkungen  antreffen,  d#r,,  so  oft  schon  diese  Lage  geschildert
  worden  ist,  doch  hier  zum  ersten  Male  in  ihrem  rechten
Lichte  sich  zeigen.  Die  unvermeidliche  Inkonsistenz  des  damaligen
  theologischen  Systems,  die  Vortheile  einer  solchen  Inkonsistenz
  für  einen  auftretenden  Reformator;  richtige  Schätzung
des  Schadens  und  Vortheils  der  Klöster  im  damaligen  Zeitalter;
  Bemerkung  der  Gradation,  wie  sich  nach  und  nach  der
Mabstzauber  verloren,  und  was  für  polinsche  Revolutionen  zu
seiner  Emkräftung  am  meisten  beitrugen.  Nur  bei  der  Geschichte
  der  mystischen  Theologie  und  der  besonders  auch  zu
Anfang  des  sechzebnten  Jahrhunderts  recht  sichtbaren  Scheidung
  der  scholastischen  und  mystischen  Partien  (S.  43)  haͤtte
uns  eine  individuellere  historische  Ausführung  nothwendig
geschienen.  Das  Gesagte  ist  gar  zu.  sehr  allgemein,  und  vielleicht
  daß  zufällig  hieraus  eine  merkliche  Lücke  in  der  Geschichte
  der  ersten  theologischen.  Denkungsart  Luthers  entstanden