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gerade  im  damaligen  geitalter  so  viele  zündende  und  das
Feuer  nährende  Ursachen  zusammen,  daß  man  die  Reformation
nicht  einmal  als  eine  der  allerwichtigsten  ansehen  kann.
Rämisches  Recht,  gestiegener  Lurus  der  Fürsten  seit  Marimilians
  und  noch  mehr  seit  Karls  V.  Zeit,  vermehrte  Regierungs-Bedürfnisse
  besonders  seit  dem  Anfang  des  sechzehnten  Jahrhunderts,
  daher  entsiehende  neue  Steuern,  Einfluß  des  völlig
aufgehobenen  Faustrechts  auf  das  Betragen  des  nun  minder
beschaftigten  Adels  gegen  seine  Unterthanen,  erwachte  Eifersucht
des  Landvolks  gegen  die  Städte,  welche  sich  meist  in  ein  sehr
freies  Verhältnih  gegen  ihre  Fürsten  gesetzt  hatten.  Der  Herr
Verfasser  weiß  das  alles  so  gut,  als  irgend  ein  Recensent;
aber  es  geht  dem  psychologisch  raisonnirenden  Schriftsteller
wie  dem  handelnden  Menschen  selbü.  Aus  der  Menge  zusammentreffender
  Umstände,  welche  ein  gewisses  Phänomen  hervorbrachten,
  erhebt  sich  einer  oder  der  andere  vorzöglich  klar,
für  dessen  Auffassung  unser  Gemüth  gerade  gestimmt  war,  und
der  Schriftsteller,  der  doch  selten  bei  Erzählung  der  Geschichte
sich  selbst  ganz  vergessen  kann,  gibt  den  Begebenheiten  seine
Form  und  ist  zuletzt  oft  wider  seinen  Willen,  wenigstens  bei
Beurtheilung  einzelner  Handlungen  großer  Männer  höchst  ungerecht.
  Es  würde  unnöätze  Krittelei  seyn,  bei  irgend  einem
andern,  als  solchem  klassssch  historischen  Werk  so  tbeorectisch
gelehrt  scheinend  und  ausführlich  davon  zu  sprechen,  aber  selbst
der  Dank  und  die  hochachtungsvolle  Verehrung,  welche  wir
dem  Verfasser  nach  Lesung  dieses  zweiten  Theils  auf's  Neue
schuldig  waren,  bewogen  uns  zu  einer  Erinnerung,  die  vielleicht
  für  die  Fortsetzung  des  Werks  noch  wichtiger  werden
köunte,  als  sie  es  gerade  für  diesen  Theil  ist.