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42.  Beiträge  zur  Beförderung  des  vernünftigen
Denkensin  der  Religion.  Erstes  Heft.  Frankfurt
  und  Leipzig.  1780.  8.  0)

Eine  Sammlung  kleiner  theologischer  Aufsätze,  größtentbeils
  über  sehr  interessante  Marerien,  bei  welchen,  da  sie  besonders
  zum  Theil  auch  historisch  sind,  durch  jeden  neuen
Forscher  immer  wieder  einiges  Licht  gewonnen  werden  kann.
Der  Zweck  dieser  Anzeigen  leidet  nicht,  daß  wir  jeden  dieser
elf  Aufsätze  einzeln  ausziehen  und  beurtheilen;  wir  bleiben  nur
bei  einigen  der  vorzüglichern  stehen.  4)  Gedanken  über  die
Art,  wie  man  die  in  den  Evangelien  erzählten  Wundergeschichten
  in  dem  Vortrag  an  das  Volk  benutzen  müsse.  Der  Verfasser
  hält  den  Beweis  für  die  Wahrheit  des  Christenthums
aus  den  Wundern  für  einen  bloß  relativen  Beweis,  brauchbar
und  fast  nothwendig  für  Juden  und  Heiden  zu  den  Zeiten
Christi,  unserm  aufgeklärteren  Welralter  aber  enrbehrlich.  Er
soll  also  auch  nicht  im  Vortrag  an  das  Volk  gebraucht  werden;
  es  könnte  sogar  Schaden  bringen,  wenn  man  es  thun
wollte,  die  Wunderbegierde  des  Volks  könute  genährt,  zum
Theil  auch  Zweifelsucht  unndthig  erregt  werden.  Wir  wissen
nicht#,  was  für  ein  Publikum  der  Verfasser  bei  seiner  Abhandlung
  vor  Augen  gehabt  haben  mag,  denn  soust  ist  es  doch
wobl  immer  gewöhnlicher,  aus  Gelegenheit  des  Tauben  und
Stummen  von  der  geistlichen  Taubheir,  und  aus  Gelegenheit
  des  Blinden  von  der  geistlichen  Blindheit  zu  reden.  Einmal
  hie  und  da  des  Jahrs  dem  Volke  zu  sagen,  daß  Jesus
und  seine  Apostel  die  Wahrheit  ihrer  behaupteten  Autorität
durch  solche  Thaten  bewiesen  und  höchst  gültig  beweisen
konnten,  dieß  kann  gewiß  keinen  Schaden  bringen,  wenn  es
recht  geschiebt.  In  Ansehung  des  Hauptsatzes  von  der  bloß
relativen  Beweiskraft  der  Wunder  können  wir  dem  Verfasser

*)  Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  1781.  Stück  108.