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Publikum  mitgetheilt;  der  Fund  ist  groß  und  höchsi  interessant,
aber  auch  die  Art,  wie  ihn  der  Entdecker  hier  sogleich  in  einer
  ausführlichen  Abhandlung,  Uebersicht  der  Verfassung
  des  Tempelordens  (S.  345—  496),  benutzte,  ist
des  gelehrten,  tieseindringenden  und  kenntnißvollen  Forschers
vollkommen  würdig.  Gewiß  freut  sich  jeder  Kenner,  daß  dieses
  wichtige  kirchenhistorische  Monument  einem  Manne  in  die
Hände  gefallen,  der  es  sich  recht  zur  Pflicht  gemacht  zu  haben
  scheint,  auch  durch  eigene  Bearbeitung  desselben  dem  Publikum
  zu  zeigen,  wie  würdig  er  des  Glücks  einer  solchen
Enrdeckung  sey.  Die  Hauodschrift  sand  sich  in  der  Korsinischen
  Bibliothek  zu  Rom;  sie  ist  ein  pergamentener  Koder  in
Quart,  so  geschrieben,  daß  jede  Seite  zwei  Kolumnen  hat.
Die  Schriftzüge  tragen,  wie  der  Herausgeber  versschert,  alle
Merkmale  der  letzteren  Hälfte  des  dreizehnten  Jahrhunderts,
und  S.  21  wird  sehr  richtig  gezeigt,  daß  diese  ganze  Statutensammlung
  ungefähr  in  dem  Zeitraum  von  1251  bis  1291
emstanden  seyn  müsse,  auch  nicht  eiwa  bloß  für  diese  und
jene  einzelne  minder  bedentende  Provinz,  sondern  für  den
Konvent  zu  Ferusalem  selbst  gemacht  worden,  demnach  mit
großem  Recht  als  wahres  Statutenbuch  des  ganzen  Ordens
anzusehen  sey.  Es  ist  also  das  schaͤtzbarste  Dokument  zur
Geschichte  dieses  Ordens,  gerade  aus  den  Zeiten,  da  der  Orden
  in  seinem  hoͤchsten  Flor  und  im  Genusse  aller  seiner  erworbenen
  Reichthuͤmer  war.  Es  ist  gerade  das  Aktenstuͤck,
dessen  Entdeckung  man  wuͤnschen  mußte,  um  viele  Fragen,
die  bei  den  neuesten  Untersuchungen  der  Geschichte  dieses  Ordens
  rege  geworden,  endlich  so  klar  beantworten  und  entscheiden
  zu  koͤnnen,  daß  Keinem  mehr  ein  Zweisel  übrig  bleiben
kann,  der  nicht  Lust  hat,  diese  Geschichte  auf  gut  Harduinisch
zu  behandeln.  Zwar  sind  auch  dem  Recensenten,  einzelne
Spittler's  sämmtliche  Werte.  X.  Be.  29