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der  diplomatischen  Erzählung  der  großen  Kamaldulenser-Annalen
  bisher  in  der  That  für  die  wahrscheinlichere  halten
mußte.  Sabviolf  zeigt,  daß  diese  vermeinte  Ehre  des  Kamaldulenserordens
  wahrscheinlich  auf  einer  falschen  Lesart  beruhe.
Selbst  daran  zweifelt  der  Verfasser  mit  Grund,  ob  Gratian
überhaupt  ein  Mduch  gewesen  sey,  und  er  bemerkr,  daß  der
Erste  unter  den  Alten,  der  ihn  Monachus  neunt,  Vincenz  von
Beauvais  sey,  ein  Schrifesteller,  der  ein  volles  Jahrhundert
nach  Gratian  schrieb,  und  sich  doch  selbst  auch  hierin  nur  ungewiß
  ausdrückt:  Gratianus  ½  serunt  Monachus.  Einzig  aus
seinem  Aufenthalt  im  Kloster  St.  Felir  läßt  sich  gar  nichts
schließen;  wahrscheinlich  hat  die  Nachricht  von  diesem  Aufenthalt
  jüngere  Schriftsteller  verleitet,  denselben  zum  Klostergenossen,
  zum  Mönch  zu  machen.  ·

20.  De  juribus  nationi  Germanicac  ex  aceeptatione  decretorum
  Basilcensium  quacsitis,  per  concordata  Aschaffenburgensia
  modificatis  aut  stabilitis.  Auctore  Jo.

PFnil.  Gregel,  SS.  Th.  Lic.  Dioec.  Herbipol.  Presb.

Mog.  64  S.  4.  ")

Die  Hauptidee,  die  hier  ausgeführt  ist,  ergibt  sich  zwar
schon  dentlich  genug  aus  der  Anzcige  des  Titels,  aber  Niemand
  hätte  glauben  sollen,  daß  aus  einem  Schachte,  den,
seit  Horir  denselben  eröffnete,  so  mancher  große  deutsche  Kanonist
  befuhr,  noch  so  viel  neuentdecktes  reines  Gold  herausgeholt
  werden  könne,  und  daß  die  reichhaltigste  neuentdeckte
Ader  bisher  mehr  nur  angeschlagen,  als  vollkommen  genützt
worden  sey.  Der  höchst  bescheidene  Ton,  womit  der
Herr  Verfasser  die  trefflichsten  neuesten  Bemerkungen

*)  Aus  den  Gött.  Gel.  Anz.  4787.  St.  62.