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den  Meßkanon  nennt.  Diese  gegebene  Beschreibung
paßt  so  schlecht  auf  den  Meßkanon,  daß  man  fast  zweifeln
muß,  ob  der  Herr  Verfasser  auch  wisse,  was  eigentlich  der
Meßkanon  heißt,  wenn  nicht  ein  Kirchenhistoriker  diesen  Zweifel
  gar  zu  übel  aufnehmen  könnte.  Wo  kommt  z.  B.  in
dem  ganzen  Gebete,  das  den  Namen  Meßkanon  führr,  ktwas  von
Beichten  vor?  Wie  kami  man  auch  sagen,  daß  Gregor  der
Große  Urheber  des  Meßkanons  sey,  da  Johann  Diakonus  so
bestimmt  nur  ein  paar  Linien  anföhrt,  die  Gregor  der  Große
eingerückt  habe.  Seite  307:  Die  mubamedanische  Religion
  verbiete  das  Selbstdenken.  Seite  555:  Pipin
  habe  bei  seiner  Schenkung  auch  die  Stadt  Rom  dem
beiligen  Stuhl  gegeben.  Muratori,  auf  den  sich  der  Herr
Abt  bezieht,  ist  sichtbar  nicht  dieser  Meinung,  so  milde  er  sich
deßhalb  auch  ausdrückt;  Bünau,  der  daueben  angeführt  wird,
hat  gar  nichts  davon,  und  Bower,  der  dritte  Mann,  auf  den
sich  die  Anmerkung  bezieht,  sagt  ausdrücklich,  daß  die  Stadt
Rom  nicht  unter  dieser  Schenkung  begriffen  gewesen.  Die
Sache  ist  auch  ziemlich  klar.  Seite  3537:  Liber  diurnus
BRomanorum  Pontilicum,  römisches  Tagebuch.  Gewiß
nicht  Tagebuch,  wie  gleich  jedes  erste  Durchblättern  des  Buchs
zeigt.  Es  sieht  weder  darin,  was  alle  Tage  geschehen  solle,
noch  was  ungefähr  täglich  geschehen  sey,  sondern  es  ist  eigentlich
  bloß  ein  Formularbuch.  Seite  345:  Bonifacius  soll  zu
Erfurt  ein  Bisthum  angelegt  haben.  Allein  schon  Eckhard,
und  mehrere  Gelehrte  Uach  ihm,  haben  gezeigt,  daß  dieses
Erfurtische  Bisthum  bloß  durch  einen  —  absichtlichen  oder
zufälligen  Fchler  des  Abschreibers  entstanden.  Wie  soll  man
es  auch  verstehen,  wenn  es  Seite  517  heitzt:  daß  Schotten
  oder  Frländer  im  siebenten  Jahrhundert  iwegen
ihrer  vaterländischen  Sprache  viel  besser  als
Italiener  und  Franken  zu  Missionsgeschäften  unter  den