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Anmerkung  zusammen  anführen.  2)  Das  ganze  Werk  ist  nicht  genug
  sine  ira  etstudio  geschrieben.  Recensent  versieht  dieses  nicht
bloß  in  der  Beziehung,  daß  oft  bei  einzelnen  Geschichten  oder  Personen
  die  historische  Justiz  nicht  ganz  gleichmöthig  administrirt
worden,  sondern  es  herrscht  eine  gewisse  ira  durch  das  Ganze.
Leider  ist  von  diesem  Fehler  keine  aller  bisherigen  Kirchenhisiorien
  ganz  frei,  aber  doch  mit  merklicher  Verschiedenheit  des
Mchreren  oder  Minderen,  und  gegenwärtiges  Werk  scheint  dem
Recensenten  sehr  viel  davon  zu  haben.  Man  mag's  nun  Zorn
oder  Bitterkeit  oder  Widerwillen  nennen,  oder  vorzügliche
Fertigkeir,  mehr  das  Böse,  als  das  Gure  zu  bemerken.  Die
ganze  Geschichte  lautet  bei  einer  solchen  Zusammenstellung  der
Materialien  nicht  viel  besser  als  eine  Schandpredigt,  und  die
Schuld  liegt  nicht  an  den  Materialien,  sondern  an  der  Art
sie  zu  brauchen  und  zusammenzustellen.  Mit  den  ersten  Cbristen
  fängt  man  an,  und  zeigt,  was  diese  für  elende,  dürftige
Begriffe,  was  für  schwärmerische  Hoffnungen  sie  gehabt  haben.
  Alsdann  kommt  man  auf  Herrschsucht  des  Klerus  und
auf  Mönchswesen  und  auf  spitzfindiges  Theologisiren  und  auf
Ketzereien,  und  zieht  so  unter  stetem  Zorneifer  ein  Jahrhundert
  nach  dem  andern  hindurch.  Des  Guten,  was  gewirkt
worden  ist,  wird  vergessen,  und  der  Herr  Verfasser  hat,  z.  B.
bei  der  Epoche  der  im  romischen  Reich  herrschend  gewordenen
christlichen  Religion,  nicht  einmal  bemerkt,  was  sie  zur  Milderung
  der  Sirten  gethau,  was  sie  unter  Barbaren,  zu  denen
sie,  sey's  auch  noch  so  verunsialtet,  gebracht  wurde,  nothwendig
  an  Kultur  aufgeregt,  wie  viele  Völkerverbindung  sie  veranlaßt
  habe  u.  dgl.  m.  So  übersieht  man  alsdann  auch,
wie  gewisse  Fehler  und  gewisse  Tugenden  auf  einer  und  ebenderselben
  Wurzel  stehen,  und  wie  bei  den  verschiedenen  Graden
  von  Geistesevolution,  durch  die  sowohl  ganze  Zeitalter,
als  Individuen  durchgehen  müssen,  gewisse  Phänomene