15

tionem,  et  in  expeditione  Conradi  Regis  eum  Lupoldo
(Welfone)  Ducc  Bavariac  sagitla  Percussus  graviter
vulneralus  est,  spreta  mundi  pompa  tota  mentis  intenlione
  et  fervore  religionis  habitum  monasticum  perfecuorem
  expetüt,  contradicemibus  unanimiter  amicis,  scilicct
  fratre  suo  Bertholdo  (Comite  de  Wirtenberg)
Avunculo  suo  Engelberto  de  Hallava  ct  Duce  Lupoldo
Bavariae.

Wenn  man  diese  Fragmente  der  Räuber'schen  Auszüge
aus  dem  Chronicon  S.  Blasii  sowohl  mit  dem  wirtembergischen
  Annalisten  7)  bei  Schannat  vergleicht,  als  auch  mit
der  Gabelkover'schen  Erzählung,  so  sieht  man  deutlich,  daß  alle
drei  gleichsam  für  einen  Mann  stehen,  daß  Gabelkover  von
diesem  Albert  I.  und  ll.  keine  weitere  Nachricht  gehabt  haben
  muß,  als  dasjenige,  was  im  Chronicon  8S.  Blasü  entbalten
  war,  und  daß  der  wirtembergische  Annalist  bei  Schannat
hier  als  kein  zweiter  Zeuge  gezählt  werden  kann,  weil  er
eben  so  wie  Gabelkover  im  Grunde  nichts  Anderes  bezeugt,
als  daß  ek  diese  Nachrichten  im  Chronicon  S.  Blasii  gefunden
  habe.

Wie  es  aber  immer  beim  Auszugmachen  geht,  daß  wenn
sich  mehrere  verschiedene  Personen  aus  einer  Schrift  Auszüge
machen,  der  Eine  Umstände  wegläßt,  die  der  Andere,  weil
sie  ihm  interessant  schienen,  beibehält  und  erzählt,  so  ging  es
auch  mit  diesen  drei  Epitomatoren  der  Blasischen  Ehronik.
Gabelkover  hat  in  seine  Erzählung  Anekdoten  verwebt,  die  weder
  der  wirtembergische  Annalist  bei  Schannat,  noch  Räuber
in  seinen  Ercerpten  erzählt,  hingegen  haben  beide  letztere  auch
ihr  Eigenes;  ich  werde  nach  meiner  Absicht  bloß  das  aufsuchen,
  was  Räuber  erzählt,  ohne  daß  man  es  bei  dem  Schan-»)

  Vindem.  Uller.  Collect.  II.  pag.  21—40.