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Chronisien  und  Räuber's  Auszügen  lernen  koͤnnte,  waͤre  etwa
noch  dieser,  daß  eine  neue  Verfaͤlschungsart  der  aͤltesten  wirtembergischen
  Geschichte  entdeckt  worden.  So  sehr  ich  von
der  Richtigkeit  jener  scharfsinnigen  Vermuthung  uͤberzeugt  bin,
daß  der  Blasische  Chronist  wirtembergische  Grafen  mit  windebergischen
  verwechselt  babe,  so  glaube  ich  doch  nicht,  daß  deßwegen
  Albert  und  Luitgard  aus  der  Geschlechtsreihe  unsers
durchlauchtigsten  Hauses  hinweggestrichen  werden  müssen.  Ich
suche  meine  Meinung  durch  folgende  Gründe  wahrscheinlich
zu  machen:

4)  Albert  wird  ausdrücklich  als  Woblthäter  des  Klosters
S.  Blosü  angegeben,  und  Gabelkover  bemerkt  noch,  daß  er
nicht  nur  das  Kloster  selbst,  sondern  auch  die  ihm  einverleibte
Probstei  Nellingen  herrlich  begabt  habe.  Ja  nicht  nur  Albert,
  sondern  auch  seine  Söhne  werden  als  vorzügliche  Wohlthäter
  des  Klosters  gerühmt.  Nun  scheinen  alle  diese  Umstände
  auf  bayerische  Grafen  von  Windberg  nicht  zu  passen,
man  findet  keine  Spur,  daß  Grafen  von  Windberg  in  diesen
Gegenden  von  Schwaben  Güter  besessen,  oder  daß  das  Kloster
  S.  Blasii  oder  die  Probstei  Nellingen  baperische  Gesälle
aus  der  Gegend  des  windbergischen  Stammschlosses  erhalten
hätten.  Es  wäre  zwar  nicht  gegen  die  Analogie  dieser  altesien
  Zeiten,  daß  ein  bayerischer  Graf  und  zwar  ein  solcher,
dessen  Stammschloß  recht  mitten  in  Bayern  lag,  auch  in
Schwaben,  und  zwar  eben  so  recht  mitten  in  Schwaben  Güter
  besessen  hätte;  auch  das  Kloster  S.  Blasii  und  die  Probstei
Nellingen  könnten  seit  dieser  Zeit  um  die  Güter  und  Gefälle
gekommen  seyn,  welche  sie  vielleicht  selbst  in  Bayern  der  frommen
  Freigebigkeit  dieser  Grafen  von  Windberg  zu  danken
hatten;  aber  sollte  es  dann  wahrscheinlich  seyn,  daß  eine  Kloster-