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Annalist?)  nicht  einmal  diejenigen  sollte  gekannt,  nicht
einmal  die  Namen  derer  gewußt  haben,  deren  Schenkungs,
briefe  unter  seinen  Kloster-Dokumenten  waren,  deren  Andenken
gleichsam  von  dem  Munde  einer  Kloster-Generation  zur  andern
forkgepflanzt  wurde?  Das  ist  doch  noch  das  Nächste,  worin
ein  Kloster-Annalist  ungefähr  Glauben  verdienen  konnte!  In
allen  Schenkungsbriefen  ist  der  Name  des  Wohltyäters  oder
auch  das  Stammschloß  desselben  oft  nur  mit  den  Anfangs-Buchstaben
  ausgedruckt,  z.  B.  C.  Albertus  de  W.  oder  Comes
  A.  de  W.  Vielleicht  hat  der  Blasische  Chronikschreiber,
der  ohnedieß  zu  einer  Zeit  gelebt  haben  mochte,  wo  man
leichter  an  wirkembergische,  als  windbergische  Grafen  dachte,
die  Abbreviatur  ohne  weitern  Grund,  sondern  bloß  nach  seiner
Vermuthung  ergänzk,  und  so  könnte  er,  selbst  auch  bei  Benutzung
  seines  Kloster-Archivs,  in  einen  wichtigen  Fehler  verfallen
seyn.  Aber  isi's  wahrscheinlich,  daß  in  allen  den  Schenkungsbriefen,
  die  das  Kloster  S.  Blasii,  Berau  und  die  Probstei
Nellingen  erhielten,  daß  in  allen  gleiche  Abbreviatur  stattgefunden
  haben  sollte?  Und  sollte  das  Andenken  dieser  wohl
thätigen  Grafen  bloß  auf  den  Schenkungsbriefen  beruht  ha-'
ben?  Luitgard  war  doch  Nonne  in  Berau,  und  einer  der
Soͤhne  Alberts  des  ältern  soll  nach  der  Erzählung  des  Blastschen
  Annalisten  sogar  im  Kloster  S.  Blasii  begraben  worden
seyn;  sind  also  nicht  auch  Leichensieine  und  Inschriften  der
Leichensteine  ein  historisches  Hülfsmittel  des  Chronikenschreibers

*)  Daß  dieses  Chronicon  S.  Blasii  im  eigentlichen  Verstande  Chronik
  des  Klosters  und  nicht  bloß  Produkt  eines  Mäönchs  a  .
Blasio  gewesen  sey,  wie  z.  B.  die  bekannte  Chronik  des  Oltonis
  a  S.  Plasio,  scheint  mir  aus  folgender  Stelle  obiger  Ercerpten
  sehr  wahrscheinlich:  „qui  non  minus  qunm  avunculos
tuus  praccliis  suis  nobis  suhvenit.“