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Gegenstand  des  Kloster-Annalisten  —  Geschichte  seines  Klosters
  —  zu  genau  verwebt,  als  daß  wir  ihm  nicht  trauen
sollten.  Aber  fuͤr  die  angegebene  Zahl  dreier  Soͤhne  und  einer
  Tochter  Albrechts  des  ältern  moͤcht'  ich  nicht  eben  so  zuverläßig
  gewähren;  vielleicht  gehoͤrt  sogar  der  Umstand  von
Konrads  Schwestersohne  als  Konrads  Nachfolger  mehr  in
die  zweite,  als  in  die  erste  Klasse  der  historisch  gewissen  Nachrichten.
  Denn  haͤtte  ihn  der  Chronist  eben  so  gut  gekannt,
als  Konraden  und  Alberten,  warum  sollte  er  unterlassen  haben,
  seinen  Namen  zu  neunen?  Fuͤr  die  wirtembergische  Geschichte
  waͤre  eben  dieser  Umstand  von  großer  Wichtigkeit.
Gabelkover  bemerkt  ihn  nicht,  der  wirtembergische  Annalist
bei  Schannat  auch  nicht;  er  bleibt  also  Eigenthum  der  hier
gelieferten  Fragmente.  Albrecht  und  Konrad  gehoͤren  also  nicht
in  die  Geschlechtstafel  männlicher  Ascendenten  des  jetztregierenden
  Hauses,  sondern  hier  geht  die  männliche  Geschlechtsreihe
unsers  Hauses  in  eine  ganz  andere  Familie  über,  in  diejenige
Familie,  aus  welcher  der  bisher  noch  unbekannte  Schwager
des  Grafen  Konrad  war.  *)

So  viel  als  kritische  Probe  über  etliche  Fragmente  von
Auszügen  aus  der  Blasischen  Chronik!  Ohne  noch  erst  weitläufige
  kritische  Sichtungen  anzustellen,  lassen  sich  folgende  diplo-*)

  Durch  diese  Fragmente  wäre  nun  auch  entschieden,  wie  die
Grafen  Ludwig  l.  und  Emich  mit  Albert  I.  zusammenhangen.
Albert  ist  mütterlicher  Seite  ihr  Großvater.  Dann  derjenige,
welcher  Graf  Konrad  in  dem  Besitz  des  Stammschlosses  Wirtemberg
  nachfolgte,  war  sein  Schwestersohn.  Nun  kann  kein  anderer,
  als  obiger  Graf  Ludwig  I.  für  Konrads  Nachfolger  gehalten
  werden,  weil  man  von  Konrad  noch  vom  Jahre  1123  eine
Urkunden-Unterschrift  hat;  er  lebte  wahrscheinlich  noch  1127,
und  da  Graf  Ludwig  1.  gleich  im  Jahre  1159  als  Graf  von
Wirtemberg  vorkommt,  so  war  er  Konrads  Nachfolger  und  also
auch  Konrads  Schwestersohn.