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mehr  ab-,  als  zunehmenden  Bevölkerung  geworden  seyn.  Also
aus  der  Sarklerischen  Nachricht  hätte  sich  das  nicht  mit  Zuverläßigkeit
  herausrechnen  lassen,  was  doch  aus  obigem  Verzeichniß
  so  leicht  als  sicher  folgt.

Für  den  pragmatischen  Geschichtforscher  Wirtembergs  und
überhaupt  der  Geschichte  Deutschlands  ist  diese  Betrachtung
über  den  Wachsthum  unsrer  Bevölkerung  von  großer  Wichtigkeit.
  Wenn  auf  einer  Strecke  Landes,  auf  der  ehemals
nur  höchstens  dreimal  hundert  tausend  Menschen  wohnten,  jetzt
fünfmal  hundert  tausend  sich  betragen  müssen,  so  haben  sich
dadurch  zuverlässig  alle  politischen  und  dkonomischen  Verhältnisse
geändert.  Manches,  das  vor  hundert  Jahren  die  Kräfte  eines
solchen  Landes  bei  weitem  überflieg,  ist  jetzt  nicht  einmal  das
hochste  Maaß  seiner  Kräfte.  Wie  viel  reger  müssen  nicht
Ackerbau  und  Handlung  geworden  sepn,  nachdem  sich  die  Anzahl
  der  Konsumenten,  die  Anzahl  der  Ackerbauenden  und
Handelnden,  der  Käufer  und  Verkäufer  um  zwei  Fünftheile
vermehrt  hat!  Welche  größere  Menge  öffentlicher  Aemter,
welche  neuen  Polizei=  und  Kameral-Anstalten  erfordert  nicht
eine  so  beträchtlich  vermehrte  Anzahl  von  Einwohnern,  und
wie  viel  entscheidet  nicht  fast  cinzig  auch  diese  Rücksicht  bei
Vergleichung  des  gegenwärtigen  Landesreichthums  oder  der
gegenwärtigen  Landesarmuth  mit  dem  Vermögenszustand  unserer
  Väter  in  der  ersten  Hälfte  des  vorigen  Jahrhunderts.
Ich  könnte  es  vielleicht  mit  vielen  Beispielen  belegen,  wie  unbestimmt
  daher  manches  Klagen  und  manches  Rühmen  seyz
aber  ich  will  nicht  alle  Folgerungen  auswickeln,  die  sich  aus
solchen  Vergeichnissen  und  Berechnungen  nehmen  lassen;  ein
der  Lokal-Umstände  kundiger  Leser  wird  sie  ohnedieß  alle  mit
einem  Blick  entdecken.