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die  einzige  Stadt,  die  neben  den  allgemeinen  Klagen  aller
Unterthauen  noch  besondere  Beschwerden  führte;  und  wennes
  wohl  etwa  zur  rechten  völligen  Sprache  noch  kam,  wenn
man  die  alten  Verträge  noch  einmal  las,  #e  Akten  verglich,
wie  Ulrich  zur  Regierung  gekommen,  so  konnten.  auch  Untersuchungen
  und  Fragen  noch  rege  werden,  wa  rum  denn  Ulrich
  zur  Regierung  gekommen?  Warum  nicht  sein  Vater
Heinrich,  der  damals  noch  lebte,  und  der  doch  klug  genug
gewesen  wäre,  die  alte  landständische  Ausschuß-Deputation
unter  selnem  Namen  regieren  zu  lassen,  Herzog  von  Wirtemberg
  seyn  sollte

Herzog  Ulrich,  der  den  wildgewordenen  Muth  seiner
sonst  so  frommen  Kammerunterthanen  fürchterte,  dem  das
Beispiel  seines  Vorgängers,  des  entsetzten  Eberhard  II.,  unentfallen
  blieb,  dem  sein  Kanzler  und  sein  Kammermeister,  voll
eigener  Behendigkeit  und  Furcht,  keinen  Muth  einsprechen
konnten,  bat  den  Kaiser  um  Vermittlung,  lub  die  Bischdfe
von  Straßburg  und  Konstanz  ein,  der  Kurfürst  von  der  Pfalz
schickte  drei  Gesondte,  von  Baden  kam  ein  Rirter  und  Rarh
des  Markgrafen,  der  Bischof  von  Würzburg  deputirte  einen
Domherrn,  mit  dem  auch  Ludwig  von  Hutten  kam;  ein
Fahr  später  wäre  wohl  vieser  nie  mchr  gekommen.

Man  versuchte  auf  der  großen  Versammlung  zu  Tübingen,
  wo  die  Depmeirten  der  Städte  sich  einfanden,  die  vielfachsten
  Unterhandlungen;  alle  Guͤte  war  vergeblich,  die  Erbitterung
  des  dritten  Standes  unter  einander  selbst  so  gereize,

weitgreifenden  Ansteckung,  was  man  bei  Herrn  Prof.  Schmidlin

  in  seinen  Beiträgen  zur  wirtembergischen  Geschichte  Thl.  1I.

S.  117  findet.  So  wenig  der  Druck  die  Prälaten-Unterthanen

  unmittelbar  traf,  so  leicht  theilte  sich  doch  ihnen  der  Geist
des  Aufruhrs  mit.

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