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einem  Male  die  ganze  Last  zu  übernehmen.  In  fünfjährigen
Fristen  verwilligten  die  Kammerunterthanen  410,000  Gulden
zu  bezahlen;  eine  große  Summe  für  jene  Jeiten,  ein  Aufwand,
  der  bloß  in  fünfjährigen  Fristen  bestritten  werden
konnte.  Dieß  war  Quote  allein  der  Kammerunterthanen.
Mit  den  Prälaten  mochte  der  Herzog  besonders  traktiren,
was  jeder  jährlich  fünf  Jahre  lang  zu  zahlen  Lust  hatte,
so  wie  jene  Aemter,  die  Ulrich  bloß  im  Namen  seines  Vaters
administrirte,  oder  die  vielleicht  als  Witthum,  was  der  Fall
mit  Nürtingen  war,  seit  mehreren  Jahren  ausgesetzt  waren,
erst  noch  einzeln  einen  besondern  Beitrag  verwilligen  mochten,
wenn  sie  anders  zu  verwilligen  Lust  hatten.

Waren  erst  diese  fünf  Jahre  verflossen,  so  übernahm  das
gesammte  Korps  der  Kammerunterthanen  die  volle  Summe
von  acht  Tonnen  Goldes  fürstlicher  Schulden,  mit  den  Prälaten
  wurde  traktirt,  wie  viel  sie  von  dieser  Summe  zu  übernehmen
  Lust  hatten,  mit  jenen  Aemtern  sollte  besonders  gehandelt
  werden,  was  sie  jährlich  oder  summarisch  beitragen
wollten,  und  was  auch  das  Ende  jener  Traktaten  und  der
Ausgang  dieser  Negociation  seyn  mochte,  nie  wollte  das  Gesammtkorps
  der  Kammerunterthanen  jährlich  mehr  zu  bezablen
  übernehmen,  so  sehr  sich  etwa  die  völlige  Abzahlung  verzog,
  als  die  Summe  von  22,000  Gulden.

Eine  eigene  landschaftliche  Kasse  wurde  errichtet,  in  der
nun  die  jährliche  neue  Steuer  gesammelt,  aus  der  nun  jene
jährliche  Summe  der  22,000  Gulden  bezahlt  werden  mußte.
Der  Kassier  dieser  neuerrichteten  Kasse  wurde  vom  Fürsten
und  von  den  Repräsentanten  des  Gesammtkorps  der  Kammerunterthanen
  ernannt,  diesen  und  jenem  war  er  jährlich
Verantwortung  schuldig,  und  schien  nicht  die  treueste  Verwendung
  der  eingehenden  Gelder  zu  Abzahlung  der  Schulden