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einem  sorgfältigen,  aͤngstlich-genauen  Auszuge  der  Haupt-Urkunde,
  die  überdieß  noch  aller  Welt  gedruckt  vor  Augen  liegt,
gerade  die  Worte  den  Augen  des  Lesers  entziehen,  worauf  der
Gegner  sein  Haupt-Argument  gesetzt  hatte.

Gesetzt  auch  der  Verfasser  hätte  geglaubt,  dieser  mein
Hauptbeweis,  mein  einziger  Beweis  des  Hauptsatzes,
um  den  am  Ende  Alles  sich  drehr,  sey  gar  nicht  bündig,  so
hätte  er  doch,  um  eben  dieses  zu  zeigen,  in  seinem  so  pünktlichen
  Auszuge  der  Urkunde  den  ganzen  vollen  Satz,  auf
welchen  ich  Alles  baute,  die  ganze  Rethe  von  Worten  der
Urkunde,  die  meine  Haupt-Argumentation  ausmachten,  nicht
hinweglassen  sollen.  Der  Fall  mag  sonst  wohl  oft  vorkommen,
daß  man  bei  einer  Komtroverse  die  Meinung  des  Gegners  nicht
vollständig,  nicht  unparkeiisch  genug  vorträgt;  aber  daß  man
sogleich  im  Auszuge  der  Urkunde,  bei  der  geflissensten  Pünktlichkeit,
  die  man  sonst  zeigt,  die  ganze  Reihe  von  Worten
hinwegläßt,  die  allein  der  Gegner  zum  Beweise  gebraucht
hatte,  und  die  allein  er  auch  zum  wahren  oder  zum  scheinbaren
  Beweise  brauchen  konnte,  —  dieser  Fall  mochte,  Gottlob!
  wohl  eben  so  selten  seyn,  als  schwer  er  hier  zu  erklären
  ist.

Ich  bin  weit  entfernt,  an  Trug  und  List  zu  denken,  so
erlaubt  auch  unter  diesen  Umständen  ein  Gedanke  dieser  Art
wäre.  Ich  bin  weit  entfernt,  dem  Verfasser,  wenn  ich
mich  nicht  anders  in  seiner  Person  irre,  das
Stratagem  zuzutrauen,  daß  er  sich  auf  die  Nachläßigkeit  der
Recensenten  verlassen,  und  so  denn  durch  eine  wahre  Versälschung
  der  Urkunden  und  Akten  ein  Urtheil  habe  erschleichen
wollen;  so  gerne  ich  übrigens  auch  jedem  Recensenten  verziehen
  haben  würde,  der  auf  diese  Vorstellung  hin,  ohne  weitere
genauere  Prüfung,  rasch  sein  Verdammungsurtheil.  gesprochen
hätte.  Wenn  man  sich  auch  in  die  Lage  setzt,  in  der  die  meisten