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tistiker  so  warnend  lehrreich,  und  in  dieser  Beziehung  so  offen
lehrreich,  datz  ich  fast  gezweifelt  habe,  ob  das  fabula  docet
noch  auszuführen  sey.  Doch  ein  individueller  Fall  veranlaßt
  mich  hiezu,  und  vielleicht  war  auch  dieser  Fall  nur
nach  meiner  Beobachtung  individuell.

Wirtemberg  soll  weit  volkreicher  seyn,  als
Mailand.  Soll  600,  Ooo  Einwohner  haben.  Auf
eine  Quadratmeile  8945  Menschen.

Ich  zweifle  nicht  an  der  gegebenen  Summe  der  Bevoͤlkerung,
  so  außerordentlich  es  scheint,  daß  sich  die  Anzahl  der
Einwohner  innerhalb  zwanzig  Jahren,  von  4762  bis  1782,
um  839,547,  also  fast  um  den  sechsten  Theil  vermehrt  haben
soll.?)  Ich  will  gerne  glauben,  daß  Wirtemberg  und  Mèmpelgard,
  sammt  den  zugehdrigen  und  burgundischen  Herrschaften,
  vielleicht  die  600,000  Unterthanen  noch  übervoll  machen
könnte.  Ich  kenne  die  Fruchtbarkeit  des  Landes  wohl,  den
ind  stri  vollen  Charakter  der  Einwohner,  ihre  noch  glücklichere
Unkunde  des  erschlaffendsten  Lurus,  der  ertddtendsten  warmen
Getränke  und  des  vielleicht  noch  stumpfer  machenden  Branntweinsaufens;
  aber  des  Wundervollen  wird  doch  zu  viel,  wenn
dort  auf  einer  Quadratmeile  8945  Menschen  wohnen  sollen.

*)  1762  war  die  Bevölkerungssumme  von  Wirtemberg  nach  der
kirchlichen  Zählung  475,126.  Sie  stand.  Jahrzehende  lang  vorher
  nie  so  niedrig,  und  kam  meines  Wissens  auch  nachher  nie
mehr  so  sehr  herab.

1782  war  die  Bevölkerungssumme  nach  der  kirchlichen
  Zählung  in  allen  vier  Generalaten,  in  welche  sich  die
wirtembergische  Kirche  theilt,  362,975,  worunter  denn  auch  damals
  noch  nicht  begriffen  waren  die  Garnisonen  von  Stuttgart
und  Alperg,  die  Karls-Akademie,  die  15  Orte  der  reformirten
Waldenser-Gemeinden,  alle  Katholiken,  sofern  sie  eigene  Ortschaften
  bewohnen,  und  die  neuacquirirten  Unterthanen  der  Grafschaft
  Limburg-Gaildorf,  Schmidelfeld.