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Wirtemberg  nebst  Moͤmpelgard  —  denn  beides  ist  zusammenzurechnen,
  wenn  man  600,000  Unterthanen  für  1782  zusammenbringen
  will  —  soll  nach  dieser  Voraussetzung  nur  68
geographische  Quadratmeilen,  nur  ein  Drittheil  dessen  halten,
was  es  nach  bisheriger,  immer  doch  noch  zu  geringe  vermutheter,
  Schätzung  seyn  sollte.

Das  kleine  Hochsiift  Osnabrück  würde  also  nur  12
Quadratmeilen  kleiner  seyn,  als  das  Herzogtbum  Wirtemberg
nebst  Mömpelgard  und  den  zugeboͤrigen  Herrschaften.  Unsere
kleine  Grafschaft  Diepholz  nebst  Osnabruͤck  zusammengerechnet,
  müßte  an  Flächen-Inhalt  den  gesammten  Staaten  des
Herzogs  von  Wirtemberg  gleich  seyn.  Dem  Flächen-Inhalte
nach  gleich,  und  ob  sie  schon  bisher  in  und  außer  Osnabrück
glaubten,  daß  sie  nicht  zu  den  versäumtesten  Theilen  Deutschlands
  zu  zählen  seyen,  so  wäre  doch  die  Bevoͤlkerung  von
Osnabrück  und  Diepholz  bei  gleichem  geographischen  Umfange
nur  ein  weniges  über  den  fünften  Theil  der  wirtembergischen
Bevôlkerung.  Ob  der  Unterschied  zwischen  Westphalen  und
den  Neckargegenden  so  groß  ist?

Doch  selbst  die  Provinz  Holland,  deren  Bebölkerung
sonst  fast  zum  statistischen  Sprichworte  ward,  hat  nun  ihren
Ruhm  auf  ewig  verloren.  Man  hat  es  bisher  so  sorgfältig
erklärt,  warum  dort,  wo  der  Herzog  von  Braunschweig  Patriotenjagd
  hält,  auf  125  Quadratmeilen  bei  980,000  Menschen
  zusammen  wohnen  könnten.  Man  hat  wohl  erinnert,
daß  dort  See=  und  Landmenschen  und  Amphibienmenschen  in
eine  Summe  zusammen  gezählt  würden,  daß  allein  in  den
größeren  Städten  des  Landes  über  68R0,000  Menschen  wohnten
  2c.  Doch  alle  diese  Erklärungen  sind  unnbthig.

Wirtemberg  hat  keine  großen  Städte,  und  zählt  doch  auf
eine  Quadratmeile  mehr  Menschen,  als  Holland.  Wirtembergs
  größte  Stadt,  wo  der  Sitz  des  Hoses,  der  landesherr-