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eines  sichern  statistischen  Kalkuls  waren  überwunden,  er  hätte
sein  Werk  vollenden  sollen.

Freilich  ist  am  Ende  sein  Lob  doch  so,  daß  es  mehr  Lob
des  Landes,  der  wirtembergischen  Erde,  Luft  und  Wasser  wird,
als  Lob  des  Regenten  selbst,  was  der  gute  Mann  nicht  völlig
bedacht  zu  haben  scheint.  Er  hat  nicht  bedacht,  daß,  wenn
sein  Kalkul  richtig  wäre,  daß  Wirtemberg  auch  schon  vor  25
Jahren,  zu  einer  Zeit,  die  gar  nicht  die  glücklichste  war,  eine
holländische  Bevölkerung  gehabt  hätte.  Er  hat  nicht  bedacht,
daß,  wenn  das  Land  schon  in  jenen  Zeiten  so  holländischvoll
bevolkert  war,  daß  allen  nachfolgenden  weisesten  Anstalten  des
Färsten  nur  wenig  Ehre  bleibr.  Er  hat  vergessen,  wos  doch
aktenmäßig  wahr  ist,  daß  das  Land  nach  dem  dreißigjährigen
Kriege  in  großen  weiten  Strecken  einer  Eindde  gleich  sah,
und  doch  hätte  allein  nur  bei  der  Menschenzahl,  die  kundbar
auch  im  dreißigjährigen  Kriege  noch  übrig  geblieben  ist,  das
Land  eben  so  gut  bevölkert  seyn  müssen,  als  unser  schbu  bevölkertes
  Fürstenthum  Calenberg.  Der  Irrthum  sioͤßt  doch
überall  an,  der  Charakter  der  Wahrheit  ist,  daß  sie  nach  allen
Fugen  paßt.

Doch  kein  Wort  mehr  zu  Widerlegung  des  auffallendsten
IJrrthums.  Aber  was  denn  diese  Fabel  lehrt?

Erstlich  zur  Beherzigung  der  Staiistiker,  die  durch
Mittelschätzungen  und  Mittelschläge  der  Wahrheit  ganz  nahe
zu  kommen  glauben.  Bisher  ward  Wirtemberg  auf  200
Quadratmeilen  geschätzt.  Der  neue  politische  Rechner  schätzt
68.  Die  Mittelschätzung  von  434  Quadratmeilen  wäre  also
wohl  die  wahrscheinlichste?  —  Wenn  nämlich  bei  jeden
zwei  gegebenen  höchst  unwahrscheinlichen  Jahlen  die
Mittelzahl  die  Zahl  der  zutreffenden  Wahrscheinlichkeit  ist!

Zweitens  den  vaterländischen  Lobrednern  zur  Beherzigung.
  Wirtemberg  ist  ein  treffliches  Land,  seine  gegenwärtige