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Der  schwäbische  Bund  hätte  zwar  das  schöne  große  Pfand,
das  er  sich  selbst  nahm  bis  zur  Schließung  eines  vollig  sichern
Vergleiches  mit  Ulrich,  in  die  Hand  der  Herzoge  von  Bayern
niederlegen  können.  Sie  waren  die  Oheime  des  jungen  Prinz
Christoph;  sie  waren  selbst  Mitglieder  des  Bundes;  sie
waren  stark  genug,  das  Depositum  zu  schützen.  Allein  der
schlaue  bayerische  Staatsmann,  der  damals  in  München  Aues
regierte,  und  viel  auch  beim  schwäbischen  Bunde  regierte,  der
schlaue  Leonhard  von  Eck  scheint  gefürchtet  zu  haben,
seine  Herzoge  mochten  in  ewige,  unaufhörliche  Kriege  verwickelt
  werden,  und  endlich  doch  kaum  gegen  die  wiederholtesten
Versuche  des  vertriebenen  Herzogs  die  Administration  des  Fürstenthums
  zu  behaupten  vermögen.  Er  selbst  war  mit  dabei
als  einer  der  ersten  Haupt-Regociateurs,  da  man  den  Finalvergleich
  schlos  mit  den  österreichischen  Deputirten.  Er,  der.
sonst  wohl  wachte,  daß  Oesterreich  nicht  zu  mächtig  werde,
er  half  mitrather,  daß  man  Wirtemberg  dem  jungen  Erzherzog,
  dem  jungen  Kaiser  Karl,  zustelle;  denn  diesem,  als
einem  der  Hauptgenossen  des  schwäbischen  Bundes,  gebührte
ohnedieß  ein  großer  Theil  dessen,  was  der  schwäbische  Bund
als  Kriegskosten  und  Satisfaktiousgeld  zu  fordern  hatte.

Es  war  also  kein  Kauf  und  Verkauf,  der  geschlossen
wurde,  da  man  endlich  übereinkam,  daß  Karl  den  übrigen
Bundesgenossen  210,000  Gulden  baar  bezahlen  und  eine  alte
vorgeschossene  Summe  von  10,000  Gulden  nie  mehr  fordern
sollte;  dagegen  das  ganze  Herzogthum  Wirtemberg  ihm  zustellte.
  )  Wer  wird  denn  je  ein  Land,  wie  Wirtemberg

Dieweil  es  aber  noch  im  Zweifel  steht,  wem  es  bleiben
oder  übergeben  (werden)  wird“  u.  s.  w.
*)  S.  die  Urkunde  vom  6.  Felruar  1520.  Der  ginze  Akt
heißt  auch  in  der  uUrkunde  selbst  bloß  Zustellung  und
Ueberantwortung.