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könne,  um  gerade  Alles  auf  diesen  Punkt  kommen  zu  lassen.
Sobald  es  nämlich  einmal  bei  Oesterreich  allein  stand,  Resignations=
  und  Penstons-Vergleiche  mil  Ulrich  zu  schliegen,  so
war  es  den  österreichischen  Staatsmännern  sehr  leicht,  die
gänze  Negociarion  so  zu  lenken,  daß  jene  Vergleiche  nie  zu
Stande  kommen  konnten.  Man  war  vor  jedem  Vergleiche
sicher,  sobald  man  dem  vertriebenen  Herzog  nur  wenig  genug
bot,  und  man  war  doppelt  versschert,  sobald  man  vorläufig,
noch  vor  aller  bestimmten  Anerbiekung,  zur  ersten  Bedingung
machte,  daß  er  auch  Mömpelgard,  was  bisher  noch  sein  war,
vorläufig  ausliefern  müßte.  So  lautete  auch  der  ersie  Präliminarpunkt
  selbst  der  ersten  Vergleiche,  die  man  dem  vertriebenen
  Herzog  vorschlug.  7)

Alle  jene  Vergleichs=  und  Restitutions-Verhandlungen
gingen  also  gleich  anfangs  gerade  nur  so,  wie  Karl  V.  nur
wünschen  mochte,  und  aus  jenen  ersten  schwachen  Fäden,  womit
  man  das  schöne  Land  erst  nur  zum  temporären  Besitze
herbeizog,  hatte  bald  die  feine,  starke  Hand  der  österreichischen
Staatsmänner  ein  unzerreißbares  Gewebe  geflochten,  dem  man
kaum  genau  geprüft  ansah,  wo  das  echte  Geflechte  aufbörte,
wo  das  falsche  Geflechte  anfing;  ein  Gewebe,  von  dem  Wirtemberg,
  zum  größten  Vortbeile  des  österreichischen  Hauses,
auf  ewig  umschlungen  zu  werden  schien.  Gewiß  ein  großes
Meisterstück,  wenn  es  voͤllig  gelungen  wäre,  dem  österreichischen
  Hause  gerade  in  der  wohlgelegensten  Proving  eine  halbe
Million  Unterthanen  zu  verschaffen,  ohne  daß  es  Geld  oder
Krieg  kostete.  Denn  bekanut  ist,  daß  nicht  elnmal  jene  ver-*)

  S.  z.  B.  Ferdinands  Schreiben  an  den  wirtembergischen
  Statthalter  Wilhelm  Truchseß.  Neustadt,
  6.  Juli  1522.