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sprochenen  210,000  Gulden  den  übrigen  Genossen  des  schwäbischen
  Bundes  bezahlt  wurden.  *)

So  war  cs  doch  auch  wohl  nicht  unplanmäßig  gehandelt,
und  gerade  nach  dem  Planc  gehandelt,  der  den  künftigen
forkdauernden  Besitz  von  Wirtemberg  am  zuverläßigsten  zu
versichern  schien,  daß  die  neue  öflerreichische  Regierung  des
Landes,  so  aufmerksam  sonst  diese  Regierung  in  ihren  übrigen
Staaten  war,  gegen  die  zu  Wirtemberg  gehdrige  Ritterschaft
mit  einer  recht  unpublicistischen  Schonung  verfuhr.  Man  ließ
es  böllig  unerinnert,  daß  diese  Ritterschaft  nun  fast  zum  aklerersten
  Male  mit  dem  bisher  ganz  unerhörten  Worte  auftrar,
sie  seyen  gute  Freunde  und  Nachbarn  von  Wirtemberg,  aber
keine  Landsassen  und  kein  dritter  Stand  des  Landes.  5)  Man
fand  nicht  rathsam,  ein  Verhältniß  jetzt  so  gleich  aufzuklären,
das  immer  desto  verwirrter  werden  mußte,  je  später  man  es
aufklärte.  Man  ließ  in  den  vierzehn  Jahren,  so  lange  die
österreichische  Regierung  dauerte,  auch  nicht  einen  fortdauernden
  Hauxtversuch  machen,  jenen  Stand  des  Landes,  der  erst
noch  vor  Kurzem  als  zweiter  Landsiand  zum  känftigen  Administrations-Regenten
  designirt  worden,  und  der  sich  mit  jeder
Krisis  und  mit  jedem  Jahrzehend  immer  mehr  loswand,  durch
neue  unaufldslichere  Bande  mit  Wirtemberg  auf's  Neue  fester
zu  vereinigen.  Der  Adel  wurde  geschont,  denn  was  Familieu-Verbindungen
  und  Adel  vermoͤgen,  das  hatte  man  erst  selbst
doch  gesehen  in  Herzog  Ulrichs  Geschichte.

*)  S.  König  Ferdinands  Schreiben  an  die  wirtembergischen
  Landstände,  Linz  8.  Februar  1533,  und
die  Schrift,  die  Prinz  Christoph,  31.  Juli  1333,
dem  versammelten  schwähischen  Bunde  übergab.
Kraft  des  Cadaner  Vertrags  mubte  Ulrich  selbst  noch  den
ZRest  dieses  Geldes  an  die  schwäbischen  Vundesgenossen  bezahlen.

*)  S.  die  Erklärung  der  NRitterschaft  gegen  Prälaten
und  Landschafts-Deputirte,  Monat  Juni  1519.