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worden  wäre.  Ferdinand  beharrte  auf  seiner  Forderung;  der
Kurfürst  von  Mainz  und  Herzog  Georg  von  Sachsen  wollten
nicht  nachgeben.  Ferdinand  berief  sich  auf  die  Belehnung,
die  er  vier  Jahre  vorher  zu  Augsburg  erhalten  habe,  und  was
mehr  noch  als  dieses  gewirkt  haben  mußte,  Ferdinand  ließ
deutlich  genug  merken,  daß  er  vorerst  lieber  Alles  bei  bloßen
Protestationen  gegen  Ulrichs  Besitznehmung  bewenden  lassen
werde,  als  daß  er  einen  Vergleich  eingehe,  in  welchem  er  nicht
einmal  dieses  Recht  retten  sollte.  Die  vermittelnden  Fürsten
  glaubten  demnach  noch  einen  Ausweg  gefunden  zu  haben,
daß  sie  die  österreichische  Lehenschaft  zwar  zugaben,  aber  dem
Herzog  seine  Reichsstandschaft  ungekränkt  behaupteten;  daß
sie  zwar  einräumten,  Herzog  Ulrich  solle  dem  Hause  Oesterreich
  Vasallenpflicht  leisten,  aber  der  alte  Gehorsam,  die  alte
Dienstbarkeit  sollte  dem  Reiche  bleiben.  *)

So  aufgebracht  nun  aber  auch  Ulrich  war,  wie  er  hörte,
was  zu  Cadan  verwilligt  worden,  6)  so  sehr  er  nach  schon
geschlossenem  Vertrage  Alles  noch  aufbot,  um  der  beschwerlichsten
  Bedingung  entledigt  zu  werden:  so  bestand  doch  Ferdinand
  darauf,  und  Ulrich  empfing  endlich  sein  Stammfürstenthum
  als  Lehen  von  Oesterreich.
ulrich  willigte  ein,  weil  er  doch  wohl  sah,  daß  die  große
Metamorphose,  die  vorgehen  sollte,  gar  nicht  allein  nur  auf
seinem  Nachgeben  beruhe.  Er  zog  sich  aus  einem  Streite
zurück,  den  er  doch  noch  nicht  für  verloren  halten  durfte,
wenn  er  ihn  auch  aufgab.  Alle  seine  Anerkennung  der  österreichischen
  Afterlehenschaft  konnte  doch  nicht  —  Wirtemberg

*)  S.  den  bei  Sattler  befindlichen  Bericht  Järgens  von  Carlewit,
Monat  Juni  1534.

**)  S.  den  Vertrag  vom  28.  Juni  1554  bei  Horkleder  Thl.  I.  S.  687.
Wie  sehr  Ulrich  aufgebracht  war,  davon  f.  Sleidan  und  Sattler
Thl.  III.  S.  öö.