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Das  alles  und  noch  mehr  that  Besold.  Alles  brach
nun  in  ihm  mit  einem  Male  auf,  was  sich.  seit  laͤnger  als
einem  Jahrzehend  in  einer  fast  tuͤckisch  scheinenden  Heimlichkeit
  bei  ihm  gesammelt  hatte.  Falscher  Religionseifer,  von
dem  er  in  seiner  ganzen  Stärke  beseelt  ward,  überschnellte
den  bedächtigen  Mann.,  er  glaubte  es  seinem  Gewissen  schuldig
  zu  seyn,  daß  er  selbst  mitwirke  und  mithelfe,  den  Herzogen
  von.  Wirtemberg  zu  entreißen,  was  nicht  ibnen,  sondern
  dem  deutschen  Reiche  gebühre,  der  coangelischen  wirtembergischen
  Kirche  zu  entziehen,  was:  uraltes  unbestreitbares
Erbtbeil  der  rbmisch-katbolischen  Kirche  sey.

So  verdächtrig  es  scheint,  daß  Besold  ers  nach  der  ungluͤcklichen
  Noͤrdlingischen  Schlacht  laut  sich  erklaͤrte,  als  ob
sich  Religion  und  Glaube  desselben  nach  dem  Glücke  der  herxschenden
  Partie  gerichtet  hätte,  so  scheint  doch  der  schüchterne
Mann  offenbar  hier  verdächtiger,  als  er  nach  dem  übrigen
ganzen  Zusammenhange  seines  Lebens  einem  billigen  Richter
scheinen  darf.  So  sehr  man  gerade  dem  schüchternen,  surchtsamen
  Manne  zutrauen  konute,  daß  ihm  nach  ber  Noͤrdlinger
Schlacht  unter  der  neuen  oͤstreichischen  Regierung  in  Wirtemberg
  fuͤr  Brod  und  Leben  bange  geworden,  daß  er  ous  Brodliebe
  und  vielleicht  gar  noch  aus  Geiz  nach,  einem  größern
Brode  seinem  Gewissen  untreu  geworden.,  zur  katholischen
Religion  übergetreten  sey,  so  hat  doch  nie  irgend  einer  seinfr
damaligen  protestantischen  Gegner,  selbst  nicht,  zur  Zeit  des
gährendsten  Religionseifers,  dem  Manne  von  wohl.  gekannter
Gewissenhaftigkeit  einen  Vorwurf  dieser  Art  zu  machen  gewagt.
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)  Wagner  drückt  sich  zwar  etwas  unedel  in  der  Sache  aus,  aber
Alle,  die  Besold  auch  bier  einen  Vorwurf  machen  wollen,  vergessen,
  daß  er  nicht  erst  nach  der  Nördlinger  Schlacht  katholisch

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