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In  der  That  war  auch  sein  Schicksal  bei  der  neuen
Partei  gar  nicht  glänzend,  und  gerade  eben  das,  was  der
Mann,  von  falschem  Religionseifet  getrieben,  seinem  Fürsten
und  seinem  Pateklande  zur  Schmach  that,  gerade  eben  das,
wodurch  er  seinem  Vaterlande  mehr  schadete,  als  Schlachten
und  Niederlagen  hätten  schaden  können,  herade  eben  das,  was
der  si  cherste  Beweis  seines  Eifers  fuͤr  seine  neue  Partei  seyn
mußte,  war  selbst  bei  der  neuen  Partei  seinem  Glücke  binderlich.


Man  kann  es  sich  leicht  denken,  wie  aufmerksam  sie  zu
Wien  geworden  seyn  müssen,  da  Besold  mit  einem  diplomatisch
  bepanzerten  Beweise  auftrat,  daß  fast  ein  Drittheil  dessen,
  was  bisher  zu  Wirtemberg  gehdrte,  )  von  Wirtemberg
hinweggerissen,  und  in  das  alte  gesetzmäßige  Verhältniß  seiner
unbestreirbaren  Reichsunmittelbarkeit  gesetzt  werden  müsse.  Bei
allem  Eifer  für  die  katbolische  Kirche  vergaß  man  doch  nie
zu  Wien,  dah  dem  östreichischen  Hause,  nach  Absterben  des
wirtembergischen  Mannsstammes,  die  Erbfolge  in  Wirtemberg
vorbehalten  sey.  Ob  man  nun  zu  Wien  den  Mann  begünstigen
  konnte,  der  dem  öflreichischen  Hause  seine  schöne,  künftig
  doch  mögliche,  Erbschaft  sast  um  ein  volles  Drittheil  zu
schmälern  suchte?

Fast  allein  auch  hieraus  erklären  sich  Besold's  Schicksale
nach  seinem  Uebergang.  Seine  erste  neue  Rolle  war  glänzend.
  Er  ward  wirtembergischer  Geheimer  Rath  bei  der  neuen
östreich-wirtembergischen  Regierung,  er  und  ein  paar  Reichs-Hofräthe,
  die  der  Kaiser  von  Wien  schickte,  regierten  das

wurde,  sondern  daß  er  nur  erklärte,  was  er  schon  seit  vier
Jahren  war,  daß  er  nur  aufhörte,  ein  Heuchler  zu  sepn.

*)  Sämmtliche  wirtembergische  Klostergüter  machen  wenigstens  ein
Piertheil,  wo  nicht  ein  Drittheil  des  Landes.