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Untersuchung  werth,  ob  diese  Bitte  zu  erföllen  sey  oder  nicht.
Allein  so  war  der  Herzog.  Regent;  man  kozmie  ihn  zu  Allem
bringen,  wenn  nicht  gleich  Einer  da  war,  der  widersprach.
Da  man  nun  wußte,  daß  der  Graf  de  la  Mark  der  deutschen
Gesetze  ziemlich  kundig  sey,  so  erhielten  er  und  Armenonville
den  Austrag,  die  ganze  Sache  zu  untersucken.  «

III-ZeitLudwigexlv.hancLeopold-Ebcthard
seine  Kinder  legitimiren  lassen  wollen;  es  war  ihm  aber  abgeschlagen
  worden.  Nun  wollto  er,  nicht  daß  sie  erst  legitimirt
  werden,  sondern  schon  legitim  seyn  sollten.  Man  lachte
ihn  aus,  und  er  zog  heim.  Wer  hätte  nicht  glauben  sollen,
damit  habe  nun  die  Komddie  ein  Ende.

Doch  kam  sie  wieder  in  Wien  zum  Vorschein;  die  alten
Prätensionen  wurden  dort  wieder  aufgeführt.  Allein  der
Reichshofrath  sprach  mit  richterlichem  Erust  dagegen,  und
alle  Kinder  Leopold  Eberhards  wurden  für  Bastarde  erklärt.

Noch  nicht  genug.  Lcopold  Eberhard  vermählte  einen
seiner  Söhne  mit  einer  seiner  Töchter;  2)  diese  Tochter  sollte
erzeugt  worden  seyn,  ehe  er  sich  ihre  Mutter  zu  eigen  gemacht,
und  dem  ersten  Manne  hinweggenommen  hatte.  Es  fand  sich
aber  nachher,  daß  es  wirklich  seine  leibliche  Tochter  war,
freilich  noch  zu  einer  Jeit  gezeugt,  da  er  die  Mutter  dem  ersten
  Manne  noch  nicht  ganz  entrissen  und  noch  nicht  ganz
sich  zugeeignet  hatte.

So  stand's  nun,  da  1723  Leopold  Eberhard  starb.  Der
regierende  Herzog  von  Wirtemberg-Sturtgart  wollte  sich  in
Besitz  setzen;  die  Bastarde  aber  verbarrikadirten  sich  gegen
ihn,  und  brachten  ihre  Forderungen  vor  das  Parlament  zu
Paris.  Gegen  ihn,  den  rechtmäßigen  Erben,  waren  sie  alle

*)  Geschah  1749.