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einig  unter  einander,  so  sehr  sie  sonst  auch  unter  einander
entzweit  waren,  denn  die  Descendenten  der  ersten  und  zweiten
Frau  des  sel.  Herrn  traktirten  sich  selbst  wechselsweise  als
Bastarde.

Das  schöne  Ehepaax,  Bruder  und  Schwester,  kamen  also“
nach  Paris;  der  Maun  war  ein  Bengel,  aber  sie  eine  intriguante
  Maitresse.  Sie  fand  aurbh  gleich  ein  paar  schöne  Alliirte,
  wie  sich  dieses  Volk  durch  den  Geruch  findet.

Ein  Alliirter  war  die  Prinzessin  von  Carignan,
voll  Eigennutz  und  Kabalen.  Der  andere,  noch  schènere,  Alliirte
  war  eine  gewisse  Madame  de  Meziéres,  ein  höchst  intrignantes
  Weib,  die  zum  großen  Unbehagen  der  Rohans  eine
ibrer  Töchter  dem  Herrn  von  Montauban,  dem  jüngeren
Bruder  des  versiortenen  Prinzen  von  Gusmenée,  zur  Frau
gegeben  hatte.  Um  Dinge,  die  sich  nicht  aindern  lassen,  so
gur  zu  nutzen,  als  möglich,  suchte  die  Rohanische  Familie  die
Intriguen  dieser  gefährlichen  Kreatur  für  sich  zu  gebrauchen,
und  kaum  hatte  nun  auch  Madame  de  Mezières  ausgespäht,
warum  ihre  neue  Freundin  in  Paris  sey,  und  daß  es  einer
reichen  Erbschaft  gelte,  so  versprach  sie  ihre  und  ihrer  Freunde
Mrotektion,  aber  versteht  sich  auf  Bedingung.

Erstlich  sogleich  eine  große  Summe  baaren  Geldes  für
sie  als  der  ersten  hohen  Alliirten,  und  eine  kleinere  Summe
für  Madame  de  Carignan.  Zweitens  wenn  der  Prozeß
voͤllig  glücklich  geendigt  werden  würde,  so  sollte  eine  ihrer
Tochter  einen  Sohn  des  schönen  Ehepaars  heirathen.  Mitgift
  würde  sie  zwar  wohl  wenig  oder  gar  nichts  mitbringen,
aber  wenn  nun  der  Prozeß  gedonnen  werden  würde,  und  das
schöne  Ebepaar  als  rechtmäßiger  Erbe  der  Grafschaft  Moͤmpelgard
  und  also  auch  des  Wirtembergischen  Hauses  erklärt
werden  würde,  so  wollte  sie,  La  Meziêère,  nebst  der  Prinzessin

von  Carignan  und  allen  Rohans  alle  Mühe  anwenden,  daß