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an  dem  damals  so  kabalenvollen  Hofe  behaupten.  Am  Ende
lag  doch  immer  viel  bloß  daran,  daß  sie  weit  klöger,  als  der
Herzog,  und  weit  schlaucr,  als  alle  ihre  Gegner  war.  *)

Deie  sympathetischen  Mirkel,  die  sie  gebraucht  haben  soll,
und  wirklich  auch  gebraucht  haben  mag,  um  dem  Herzog  Abneigung
  gegen  seine  Gemahlin  und  Liebe  zu  sich  zu  erregen,
mögen  nur  als  Beweise  ihrer  eigenen  Superstition  und  der
Denkart  des  ganzen  Zeitalters  gelten.  79)  Es  wird  sich  in  der

*)  Forstner  in  seiner  Apologie  sagt:  La  demoiselle  de  Gracveniz
zguvait  tous  les  avantages,  hormis  la  chastete  et  sans
tenir  comte  de  sa  reputation  et  sans  s'arrèter  à  Vassectation;
  elle  sixait  son  amour  Partout,  où  ellc  voyait  son
avantoge.  Und  in  den  Alten  des  Prozesses,  den  man  nach  ihrem
Sturz  über  sie  verhaͤngte,  kommt  das  Faktum  vor,  daß  sie  im
Orthischen  Hause  zu  Stuttgark,  wo  ihre  erste  Wohnung  daselbst
gewesen,  und  wo  sie  schon  vom  Herzog  öfters  besucht  worden,
fausse  couche  gemacht  haben  soll.  Es  wird  überdieß  noch  beigesetzt,
  daß  sie  damals  nicht  vom  Herzog,  sondern  von  einem
Andern  schwanger  gewesen  sev.

Man  darf  aber  beim  Gebrauch  dieser  Zeugnisse  nicht  vergessen,
  daß  der  Hofmarschall  von  Forstner  als  erbitterter  Feind
gegen  sie  geschrieben,  und  daß  nicht  allein  zur  Zeit  ihres  Sturzes,
sondern  auch  schon  vorher  im  ganzen  Lande  ein  allgemeiner  Haß
gegen  sie  rege  gewesen,  der  aus  ganz  guten  Gründen  sich  erklären
  läßt,  ohne  gerade  Alles,  was  man  gegen  sie  aussagte,
oder  besonders  zur  Zeit  ihres  Sturzes  behaupten  wollte,  als
wahr  anzunehmen.  Der  Herzog  selbst,  freilich  in  seiner  Art
eben  so  wenig  sscherer  Zeuge,  als  Forstner,  schreibt  in  einem
Brief  an  den  Geheimen  Rath  von  Rathsamhausen  und  Prälaten
Osfander  (Tübingen  29.  Mai  4708),  er  habe  die  Gräfin  als
eine  junge  Person  gleichsam  mit  Gewalt  und  weinenden  Augen
zum  Vergangenen  gebracht.

2°))  Cndlich  ist  nicht  zu  verschweigen,  —  heißt  es  in  der,  unter  Herzog
Karl  Aleranders  Regierung  angestellten,  summarischen  peinlichen
Anklage  gegen  die  Graͤfin  von  Grävenitz,  —  daß  die  peinlich
Beklagte  die  ganze  Zeit  über,  da  sie  sich  am  Hof  aufgehalten,
im  Verdache  gestanden,  daß  sie  zu  Gewinnung  Sermi.  Des.  Liebe