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Folge  wohl  klar  genug  zeigen,  an  welchen  Ketten  sie  ihren
Gefangenen  fuͤhrte.

Sobald  man  nun  aber  gewiß  sah,  daß  Eberhard  Ludwig
auf  die  schöne  Meckleuburgerin  das  Auge  geworfen  habe,  so
machten  auch  der  Hofmarschall  von  Srafforst  und  einige  andere
  der  hohen  Räthe  und  Hofleute  ihren  Plan,  welche  Art
von  Eristenz  sie  am  Hose  haben  sollte.  Hätte  sich  der  alte
Ober-Stallmeister  von  Berga  zu  einer  Heirath,  wie  man  sie
in  solchen  Fällen  bequem  findek,  entschließen  können,  so  würde
wahrscheinlich  das  ganze  Drama  sich  anders  entwickelt  haben.
Aber  Herr  von  Berga  wollte  nicht,  und  mancher  Andere
schlug's  ab.  Man  findet  viel  leichter  für  ausgediente  Mätressen
irgend  einen  Abnehmer,  als  für  solche,  die  nur  einen  Namen
als  Freipatent  haben  müssen.

Fräulein  Wilhelmine  blieb  also  vorerst  bloß  Hofdame  bei
der  Herzogin.  Sie  wohnte  im  Stafforstischen  Hause,  und
Alles,  was  geschah,  um  die  Leidenschaft  des  Herzogs  zu  reizen,

allerhand  magischer  und  sympathetischer  Mittel  sich  bedient,  so,
daß  der  Herr  gegen  seiner  rechtmäßigen  Gemahlin  nicht  nur
eine  ungemeine  Aversion  bekommen,  sondern  auch  ohne  die
Gräfin  nicht  bleiben  können,  und  in  ihrer  Abwesenheit  oft  solche
Bangigkeiten  von  sich  spüren  lassen,  daß  sie  ihres  Lebens  halber
besorgt  sevn  müssen,  und  oft  ausgerufen:  „je  zuis  perdu!“  —
Daher  Sie  dann  zu  derselben  geeilt,  und  sobald  Sie  dahin  gekommen,
  von  diesem  Affekt  wieder  frei  worden.  Wie  solches
aus  den  Ingquisitions-Akten,  sonderlich  Nr.  25,  mit  vielen  Umständen
  zu  ersehen.  —  —  (Folgen  nun  Details,  die  der  historische
  Anstand  nachzuerzählen  verbietet.)  Gleichwie  nun  solches  —
heißt  es  am  Schluß  —  von  einer  so  lasterhaften  Person  einen  nicht
geringen  Verdacht  erweckt,  und  überdieß  genug  kundig  ist,  was
für  Aengsten  Sermo.  Des.  Ibre  letztere  Entfernung  von  Hof
caufirt,  also  hat  man  sich  zu  einiger  Beruhigung  damals  genöthigt
  gesehen,  Sie  zu  arretiren  und  Ihr  ein  und  anderes
durch  abgeschickre  Conuwissorios  vorhalten  zu  lassen.