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bloß  deßwegen  aufgeben,  weil  die  wirtembergischen  Hausgesetze
  gegen  alle  Veraͤußerung  solcher  Stuͤcke  Landes  ganz  entscheidend
  sich  ausdrückten?

Daß  die  Geheimen  Räthe  bei  jedein  neuen  solchen  Versuche
  pflichtmäßige  Vorsiellungen  thaten,  isi  nicht  unerwartet,
aber  eben  daher  auch  ging  nun  nichts  schneller,  als  die  völlige
Verwandlung  dieses  ersten  Landes-Collegiums.  Innerhalb
zwanzig  Monaten  war,  Seubert  ausgenommen,  auch  nicht  Einer
  der  alten  Geheimen  Räthe  mehr  da.

Der  Hofmarschall  von  Stafforst,  weiland  der
ersie  Protektor  von  Fräulein  Wilhelmine,  fiel  als  erstes  Opfer
ihres  Triumphes.?)  Er  vor  allen  Uebrigen  hatte  gegen  die
Trauungshistorie  und  die  nachfolgenden  Veränderungen  sprechen
  zu  dürfen  geglaubt,  und  vielleicht  doppelt  freimüthig  gesprochen,
  weil  er  sich  selbsi  getäuscht  sah.

Fünf  Monate  nach  Stafforst  sah  sich  auch  Herr  von
Rathsamhausen  #genöthigt,  seinen  Abschied  zu  suchen,)
und  Herr  von  Menzingen,  der  Aelteste  von  Allen,  entging
diesem  Schicksale  kaum  durch  seinen  Tod.  3)  Backmeister
endlich,  auf  dessen  baldigen  Tod  man  nicht  hoffen  konnte,
wurde  unverlangt  zur  Ruhe  gesetzt.  1)

Dagegen  erschien  nun  der  ehemalige  mecklenburgische  Obrist-Wachtmeister
  Graf  Grävenitz  als  wirklicher  adelicher
Geheimer  Rath,  )  und  eben  so,  sobald  Menzingen  todt
war,  der  Ober-Rathspräsident  von  Reischach.
Der  Herzog  schrieb  dem  Bruder  des  Verstorbenen,  der  schon

*)  Er  wurde  seiner  Dienste  entlassen,  18.  Dezember  1707.
**)  1708,  Monat  Mai.
*#)  1708,  Monat  Dezember.
)  1709,  Monat  Juni.
11)  1708,  22.  Mai,  erhielt  er  bloh  Prädikat  und  Rang  eines  adelichen
  Geh.  Raths;  später  denn  auch  Sitz  und  Stimme.