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durch  die  unermüdeten  Sollicitationen  des  haden  durlach'schen
Hofes  ausgewirkt  worden,  konnten,  wie  sich  leicht  voraussehen
  ließ,  keine  wahre  Veränderung  hervorbringen.

Es  hieß  zwar  zuletzt  in  diesen  wiederholten  und  immer
schärfer  lautenden  Rescripten,  7)  daß  die  Gräfin  Grävenitz
nicht  nur  anderwärts  hin,  weit  von  Wirtemberg  hinweg  sich
begeben,  sondern  auchseigen  Revers  ausstellen  sollre,  künftighin,
weder  ledig  noch  verheirathet,  das  Gebiet  des  Herzogs  wieder
zu  hetreten,  und  alles  Commerciums  mit  demselben  sich  zu
enthalten.  Die  ausdrückliche  Drohung  war  beigefügt,  daß,
falls  sie  diesem  allem  entgegen  handeln  würde,  der  Kaiser
ohne  alle  andere  Rücksicht,  und  ohne  Ehre,  Leib  und  Güter
derselben  zu  schonen,  nach  aller  Serenge  der  Gesetze  gegen  sie
verfahren  werde,  und  dem  kassel'schen  und  wolfenbürtel'schen
Hofe  war  die  Vollziehung  dieser  kaiserlichen  Befehle  aufgetragen.
  Allein  es  ist  demungeachtet  mehr  noch  als  ungewiß,  ob
manche  Schritte,  die  der  Hergzog  alsdann  endlich  that,  als
Wirkungen  hievon  anzusehen  seyen,  oder  ob  er  sie  hloß  deßwegen
  gethan,  um  seine  Verbindung  mit  der  Gräfin  desto
sicherer  beibehalten  zu  können.

Die  Aussöhnungs-Traktaten  mit  der  Herzogin  wurden  feierlich
  zu  Stande  gebracht,  und  der  landschaftliche  Ausschuß  machte
zur  Dankbarkeit  ein  Opfer  von  50,000  fl.  29)  Der  Herzog  kam
auch  endlich  den  44.  Mai  #50)  Abends  sechs  Uhr,  nach  einer
mehr  als  zweijährigen  Abwesenheit,  wieder  nach  Stuttgart,
und  man  schien  an  der  vollen  Aussöhnung  desto  weniger
zweiseln  zu  können,  da  endlich  Wilhelmine  von  Gräbenitz  einen
  förmlichen  Revers  ausstellte,  4)  jene  kaiserlichen  Befehle

*)  Vom  8.  Jan.,  24.  Jan.,  10.  Ang.  1710.

**)  Dem  Herzog  40,000  fl.  und  der  Herzogin  10,000  fl.
)  1710.

)  Schafhausen,  15.  Nov.  1710.