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leicht  die  Taͤuschung  vor,  als  ob  ein  Wort  mehr  oder  weniger
gesagt,  wenigstens  noch  mit  hinzuwirken  koͤnnte,  schon  halb
wach  gewordene  Empfindungen  vollends  zu  wecken.  Daß  es
aber  nicht  gut  sey,  wenn  man  jetzt  weckt,  was  noch  halb
schläft,  und  daß  die  Momente  dieses  Wachwerdens  oder  auch
nur  der  gereizteren  Untersuchungen  vicl  ängstlicher  berechner
werden  müssen,  als  vor  zehn  Jahren,  ist  wohl  kaum  eine
Frage.

Namentlich  das  Schicksal  des  südwestlichen  Deutschlands
ist  vor  allen  übrigen  deutschen  Ländern  sehr  kritisch.  Frankreich
  wird  seine  alte  Politik,  die  schwächern  Nachbarn  zu  bearbeiten,
  nie  ändern,  und  wie  vor  hunderr  Jahren  der  franäbsische
  Einfluß  an  den  deutschen  Fürstenhfen  nicht  wenig
dazu  thar,  den  Souveränctäts-Ideen  eine  Ausbildung  zu  geben,
  bei  der  sich  die  Einwohner  des  Landes  nicht  immer  wohl
befanden,  so  ist,  wenn  Gott  Frieden  gibt  und  die  ungehinderte
  Kommunikation  mit  den  neuen  Republikanern  sich  eröffnet,
  eine  Art  von  Gegenwirkung  zu  fürchten,  die  für  die
Ruhe  der  Länder  und  die  ungehemmte  Wirksankeit  der  Regierungen
  und  selbst  auch  der  Stände  hoͤchst  nachtheilig  werden
  kann.  Man  braucht  nur  die  Geschichte  der  alten  franzdsischen
  Gesandten  an  den  deutschen  Fürstenhöfen  zu  wissen,
um  leicht  viel  zu  fürchten.  ·

Nothwendig  fließt  also  hieraus  der  Grundsatz  Alles  zu
thun,  was  der  einmal  sicher  begruͤndeten  Konstitution  eines
Landes  ihre  volle  Kraft  erhalten,  und  den  hohen,  natürlichen
Respekt  der  gesetzmäßigen  Gewalten  auf  ferne  Zukunft  hin
sichern  kann.  Nichts  reformiren,  nichts  umordnen,  sonbern
nur  einlenken  und  nachhelfen,  damit  alles  Alte,  an  das  die
Menschen  einmal  gewöhnt  sind,  erhalten  werden  möge.