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Was  ist  also  bei  einer  so  urspruͤnglich  verschiedenen  Bildung
  anders  zu  thun,  als  wechselsweise  einander  zu  tragen
und  von  einander  zu  lernen,  und  so  lange  es  irgend  moͤglich
ist,  wechseleweise  eine  Werthschätzung  zu  behalten,  ohne  die
eine  beiderseitige  Ausgleichung  der  Ideen  nicht  wohl  siatthaben
kann.

ein  Honorar  zu  nehmen,  als  praktische  Staatsmänner,  die  ohne
Besoldung  dienen.

Der  Geschäftsmann  oder  prabtische  Staatemann  hält  leicht
den  historisch-politischen  Schriftsteller  für  einen  ehrgeizigen,  unrubigen
  Kopf,  mitunter  für  einen  muthwilligen  Knaben,  der
wohl  schweigen  werde,  sobald  man  ihn  züchtige.  Manchmal
möchte  wohl  auch  der  Geschäftsmann  ziemlich  Recht  haben;  nur
ist  wohl  zu  rathen,  dah  er  sich  nicht  in  dem  Knaben  irre.
Der  Schriftsteller  aber  lacht  über  die  Prätensionen  und  das
Verfahren  des  Geschäftsmannes,  klaubt  die  Fehler,  die  er  bald
aus  Unwissenheit,  bald  aus  Despoterei  begangen,  gierig  zusammen,
  und  fragk  mit  diesen  Dingen  beim  Publikum  an,  ob'S
wohl  so  recht  sev?  Fand  denn  aber  nicht  auch  das  Publikum
in  Manchem,  das  ihm  so  erzählt  worden  ist,  Veranlassung  genug
  zum  Lachen,  und  Veranlassung  genug  zur  Indignation?

Die  Geschäftsmänner  klagen  über  die  Lästerkiele  der  Schriftsteller,
  denen  kein  guter  Name  heilig  sep,  und  die  mit  einer
Schwaßtzhaftigkeit  Alles  bekritteln,  was  sie  ost  nur  halb,  oft  gar
nicht  verstehen.  Die  Schriftsteller  aber  klagen  über  den  Mißbrauch,
  den  die  Geschäftsmänner  mit  der  ihnen  anvertrauten
Gewalt  treiben.  Wer  mochte  auch  eine  oder  die  andere  Partie
gegen  jede  individuelle  Anklage  dieser  Art  vertheidigen?

Ich  leugne  nicht,  daß,  wenn  ich  manchmal  vornehme  oder
geringere  Geschästsmänner  gar  heftig  oder  mirleidig  gegen  die
Schriftstellerei  sprechen  hörte,  daß  ich  in  aller  Stille  die  Frage

aufwarkf:  würde  wohl  auch  dieser  aus  eigener  Kraft  und  Macht
ein  gutes  Buch  haben  schreiben  können?  Und  manchen  historischpolitischen
  Schrifrsteller,  der  von  Weisheit  und  Kritik  überfließt,
denke  ich  mir  in  die  Lage  eines  praktischen  Staarsmannes,
und  führe  in  aller  Stille  die  Komödie  aus,  die  es  unfehlbar
geben  müßte,  wenn  dieser  Mann  etwas  zu  lagen  hätte.