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der  Dinge.  Die  Entstehung  des  Korps  und  so  auch  einige
der  wichtigsten  Entwickelungen  desselben  sind  hier  so  schnell
und  mit  einem  Male  so  groß  da,  als  ob  es  die  Geschichte
einer  Revolution  waͤre,  und  die  Festigkeit  des  so  eben  Entstandenen
  war  zugleich  auch  so  unerschuͤtterlich,  daß  das  allgemeine
  Gefühl  des  Bedürfnisses  hier  eine  Kraft  und  Sterigkeit
  zeigte,  die  man  sonst  in  Dingen  dieser  Art  bloß  von  der
Macht  der  Gewohnheit  erwarten  darf.

Es  ist  ein  großes,  schönes  Schauspiel,  aber  ganz  nach
deutscher  Arr.  Nicht  viel  feine  Politik,  aber  viel  gesunder
Menschenverstand,  der  gerade  zum  Ziele  hingeht.  Kein  wilder
Sinn,  den  etwa  die  Kabale  einiger  wenigen  Ehrgeizigen  leicht
bis  zum  tobenden  Argwohn  zu  reizen  vermochte,  aber  ein  helles,
  redliches  und  lebenvolles  Bewußtseyn  dessen,  was  man
will,  das  weder  von  den  gewöhnlichen,  noch  feineren  politischen
Opiaten  überwältigt  werden  konmte.  Viel  Ehrerbietung  und
Gehorsam,  wie  sich  ziemt,  gegen  Geborene  und  Vorgesetzte;
aber  dabei  nie  vergessen,  daß  Gott,  der  Herr,  die  Menschen
aufrecht  erschuf.  Kein  hitziges  oder  auch  nur  planmäßiges
Betreiben,  um  in  einem  Menschenalter  oder  vollends  gar  in
einem  Zuge  Alles  zu  vollenden,  denn  dieß  ist  des  Deutschen
  Art  nicht;  aber  überall  ein  fesier  Sinn,  der  sich  selbst
gewiß  ist,  daß,  was  er  heute  nicht  vollenden  kann,  morgen  vollendet
  werden  wird.  Viel  Erust  und  viel  Schlastheir,  seltsam
durch  einander  gemischt.

Noch  ehe  sich  in  Wirtemberg,  wie  in  andern  Ländern,
die  Prälaten  und  der  Adel  vereinigen  mochten,  so  hatte  schon
der  dritte  Stand,  zum  sichern  Gewahrsam  seiner  Freiheit,  ein
festes,  unausldsliches  Korps  gebilder.  Und  nicht  er  ist,  wie
sonst  fast  überall,  den  schon  vollendeten  Korps  der  höhereu
  Stände  zugewachsen,  sondern  die  Prälaten  haben  sich  mit

Spin#ler's  sämmtliche  Werte.  xIII.  Bt.  2