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Noch  Gluͤck  genug  fuͤr  Karl  oder  Ferdinand,  wenn  sie  auch
erst  nach  zehn  oder  fünfzehn  Jahren  endlich  aus  dem  schuldenfreien
  Lande  die  schönen  landesherrlichen  Einkünfte  zogen.
Neben  allem  diesem  aber  forderte  noch  Karl  das  Gesammtkorps
  der  Städte  und  Aemter  auf,  einen  eigenen  Ausschuß
  von  Deputirten  zu  ernennen,  der  in  vorkommenden
  wichtigen  Fällen  seinem  Statthalter  und  Regenten  mit
Rath  und  That  beistehen  sollte.  *)

Die  neue  Landesregierung  war  nämlich  vor  schnellen
Ueberfällen  des  vertriebenen  Herzogs  nie  sicher,  und  im  Lande
selbst  gährte  auch  so  Vieles  durch  einander,  daß  man  sich  in
Nothfällen,  die  leicht  kommen  mochten,  auf  die  langsameren
Zusammenkünfte  und  Berathschlagungen  des  Gesammtkorps
nicht  verlassen  konnte.  Wie  sollte  der  Statthalter  Karls  jedes
  Mal  etlich  und  sechzig  oder  siebenzig  Deputirte  zusammenrusen?
  Wie  ein  Korps  dieser  Art  unterrichten?  Wie  die
langwierigeren  Berathschlagungen  desselben  ausharren?

*)  S.  Instruktion  Kaiser  Karls  V.  seinem  Statthalter
  und  Näthen  gegeben,  was  sie  mit  Prälaten
und  Landschaft  des  Fürstenthums  Wirtemberg
handeln  sollten;  Worms  15.  Dezember  1520;  im
Hausleutnerischen  Archiv,  1.  Stück,  Nr.  1,  S.  9.

„Und  nachdem  durch  diese  Ordnung  alles  unser  Einkommen
(aus  Wirtemberg)  der  Landschaft  oder  Ire  (ihren)  Verordneten
zugestellet  würdet  (wird),  und  die  Nortdurft  erfordert,  wo
Krieg,  Aufruhr  oder  andere  Händel  zustünden  (ssch  zutrügen),
auch  Fürsehung  zu  thun,  (so)  ist  unser  Meinung,  das  (daß)
gemeine  Landschaft  iezt  ain  Ausszug  (einen  Ausschuß)  aus  Irem
Craiß  (Mittel)  machen,  ob  sich  solche  Händel  zutrügen,  und
dann  Unser  Statthalter  und  Regenten  solch  Ausschueß  erfoderten,
  das  (daß)  derselb  zue  Inen  khome;  und  mit  Inen  sich
darüber  bedenken  und  berathschlagen  (möge),  wie  man  solchem
fürnemen,  mit  Gelt,  Gegenwehr  oder  in  ander  Weeg  begegnen
und  dem  fürkommen  soll.“