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freiheit,  ruhig  wieder  mit  diesen  Gütern  vornehmen  konnté,
boͤchst  glücklich  in  solche  Zeiten  fallen,  wo  der  Sinn  für  Laudesfreiheit
  wieder  erwacht  war,  und  weil  man  sich  nicht  mehr
im  ersten  Sturme  befand,  eine  erfahrungsvolle  Besonnenheit
ungebindert  wirken  konnte.  Ueberhaupt  ward's  ein  Anderes
von  dem  Tage  an,  da  Herzog  Christoph  die  Regierung
angetreten  hatte.

Den  Vater  hatte  das  Unglück  mißtrauisch  und  reizbar
gemacht,  der  Sohn  war  mild  und  menschenfreundlich  geworden.
  Jener  konnte  nie  ohne  Erbitterung  auf  die  Geschichte
seiner  Jugendjahre  zurücksehen,  wie  ihm  das  empörte  Land
volk  den  Tübingischen  Vertrag  abgedrungen  habe,  und  auch
seinc  trautesten  alten  Gesellen  des  Adels,  sobald  er  nicht  mehr
allein  nach  ihrem  Willen  that,  schändlich  mitgeholfen  hatten,
ihm  sein  angestammtes  Fürstenthum  zu  rauben.  Der  Sohn
aber  war  bis  dahin  nie  glücklich  gewesen.  Er  hatte  noch
nicht  Undank,  sondern  bloß  Unfreundlichkeit  und  Härte  der
Menschen  erfahren,  und  genug  auch  erfahren,  wie  unwerth
ein  armer  junger  Prinz,  selbst  am  Hofe  seiner  Vektern,  sey.
Er  hatte  bloß  vom  Despotismus  der  Großen  gelitcten,  und
manchen  treuen,  guten  Dienst  von  unbedeutenden  redlichen
Männern  erhalten.  Es  ließ  sich  wohl  erwarten,  daß  er  viel
thun  werde  für  die  bessere  Verfassung  seines  Landes.

Er  selbst,  wenn  er  auch  nur  den  von  seinem  Vater  hinterlassenen
  Zustand  der  Finanzen  ansah,  mochte  sich  oft  des
Wunsches  kaum  erwehren  können,  wenn  nur  schon  Herzog
Eberhard  I.  noch  weit  mehr,  als  damals  geschehen,  für  konstitutionsmätßige
  Freiheit  des  Landes  gethan  hätte.  Und  die
Furcht,  die  bloß  Leidenschaft  der  Schwachen  und  Engberzigen
ist,  daß  jeder  Genuß  politischer  Freiheit  nur  immer  nach
neuem  und  weiterem  Genusse  lüstern  mache,  kam  in  Christophs